Inspektion aus Tradition

Bürger und Verwaltung auf Ortsbegehung in Kirch- und Westerweyhe

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Auf Rundgang in ihrem Ort: Bürger von Kirch- und Westerweyhe.

Uelzen-Kirch-/Westerweyhe – Straßenlaternen, Papierkörbe und Entwässerungsgräben – für so manchen Städter erscheinen solche Angelegenheiten nichtig. Doch die Themen bewegen viele Bewohner kleinerer Ortschaften.

In Kirch- und Westerweyhe ist man stolz auf seine Tradition: „Wir sind der einzige Ortsteil, in dem noch einmal fest im Jahr eine Begehung stattfindet“, weiß der Kirch- und Westerweyher Bürgermeister Karl-Heinz Günther. Auch, wenn Uelzens Leiter der Betrieblichen Dienste André Schlothane noch mal auf das städtische Online-Portal „Sag’s uns einfach“ hinweist, bei dem Bürger ihre Anliegen melden können – die drei Dutzend Kirch- und Westerweyher sind sich einig: „Unsere Tradition bleibt“.

Die ehemalige Tankstelle ist jetzt ein Schrotthandel.

So zeigen die Bewohner, wo in den Orten aus ihrer Sicht Handlungsbedarf besteht. Ein Dorn im Auge ist den Kirchweyhern die ehemalige Tankstelle – inzwischen ein Schrotthandel. Ein dementsprechendes Bild bietet sich auf dem Hof. „Das ist ein Dauerbrenner“, sagt Karl-Heinz Günther. „Ich rate in so einem Fall, den direkten Kontakt zu dem Betroffenen zu suchen“, regt Jörg Deumann von der Stadt an.

Diskussion um den Entwässerungsgraben.

Weiter geht es an den Alten Mühlenweg, wo der Entwässerungsgraben laut einigen Anwohnern bei Starkregen die Wassermassen vom Acker gegenüber nicht mehr fassen kann. Die Folge: eine überschwemmte Straße. „Einen Durchlass zu bauen wird wegen des Gefälles schwierig“, erklärt Jörg Deumann. Doch man könne das angesammelte Blattwerk entfernen, damit der Graben mehr Wasser auffangen kann.

Stolperfallen lauern „Im Habeck“am Spielplatz.

Ein Stück weiter befindet sich der Teich. Die über den angrenzenden Bach verlaufende Holzbrücke ist nicht mehr stabil. Die Kirchweyher möchten, dass sie erneuert wird. Ausbesserungsbedarf besteht aus deren Sicht auch „Im Habeck“ am Spielplatz, wo der Gehsteig nicht gleichmäßig mit dem Grundstückszaun abschließt – unter Umständen eine Stolperfalle.

Am Kastanienweg in Westerweyhe wird wild geparkt.

In Westerweyhe erregt eine Fläche am Kastanienweg die Gemüter. Obwohl dort keine Parkplätze mehr sind, stellen Anwohner ihre Autos ab. „Die Straßenreinigung wird dadurch behindert“, berichtet Detlef Schmidt vom Straßenbau. Man könne die Fläche wieder für Parkplätze ausweisen. Dann müsste sich aber der unmittelbare Anlieger auch um die Sauberkeit kümmern.

Ein Rondell im Neubaugebiet Westkoppel bekommt eine hölzerne Rundbank.

Weiter bekommt die Nordic-Walking-Strecke zwischen Kirch- und Westerweyhe einen Papierkorb. Um die Entleerung kümmert sich ein Bürger. Für ein Rondell im Neubaugebiet Westkoppel wollen der Seniorenbeirat und der Ortsrat eine hölzerne Rundbank spenden.

VON SANDRA HACKENBERG

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