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Großbaustelle an der Uelzener Bahnhofstraße: Brückenpfähle haben keinen Halt

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Von: Norman Reuter

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Auf der Westseite der Bahnbrücke sind erste Pfähle gesetzt worden. Weitere müssen noch in den Boden eingebracht werden. Das Problem: Der Untergrund ist an einigen Stellen nicht tragfähig. Foto: REUTER
Auf der Westseite der Bahnbrücke sind erste Pfähle gesetzt worden. Weitere müssen noch in den Boden eingebracht werden. Das Problem: Der Untergrund ist an einigen Stellen nicht tragfähig. © Reuter, Norman

Die Uelzener müssen sich auch in den kommenden Tagen auf eine stärkere Lärmbelastung durch die Großbaustelle an der Bahnhofstraße einrichten. Wie die Deutsche Bahn erklärt, kommt es bei den Arbeiten zum Neubau der Bahnbrücke zu Komplikationen.

Uelzen – Wenngleich es sich um tonnenschwere Elemente handelte: Der Teilabriss der alten Bahnbrücke über die Bahnhofstraße in Uelzen vor zehn Tagen lief zügig. Um so schwieriger gestaltet sich der Bau einer Übergangslösung, damit Züge in den kommenden Monaten die Gleise 101 und 102 am Bahnhof erreichen können, bis eine neue Brücke steht.

Die Deutsche Bahn berichtet gestern auf Anfrage von Komplikationen auf der Baustelle. Geschaffen wird eine Behelfsbrücke, über die die Züge erst einmal wieder rollen sollen. Das Setzen der dafür erforderlichen Pfähle ist ein schwieriges Unterfangen. Wie eine Bahnsprecherin erklärt, sei der Baugrund „an einigen Stellen“ nicht tragfähig, um die schweren Elemente zu halten. Und weiter: „Die erforderliche Verdichtung des Baugrunds hat zu einer Verzögerung im Bauablauf geführt.“

Wichtiges Baugerät nimmt Schaden

Außerdem gab es laut der Bahnsprecherin einen Schaden an einem wichtigen Baugerät, der erst behoben werden musste. Um welches Gerät es sich handelt, dazu machte das Unternehmen keine Angaben, aber zu den Folgen der Komplikationen.

Die Arbeiten an der Behelfsbrücke dauern nun länger als geplant. Damit haben sich auch die Uelzener noch auf eine längere Baulärm-Belastung einzustellen. Bisher waren im Zusammenhang mit dem Setzen der Pfähle Bohr- und Rammgeräusche wahrzunehmen. Die DB spricht von schallintensiven Arbeiten, die länger als geplant andauerten.

Ursprünglich war vorgesehen, die Behelfsbrücke bis heute einzusetzen. Jetzt müssen die Arbeiten daran bis zum Mittwoch, 31. August, fortgesetzt werden. „Die Deutsche Bahn bedauert diese notwendige Entscheidung und bittet die Betroffenen um Verständnis“, so die Unternehmenssprecherin.

Die Komplikationen jetzt sind nicht die ersten im Zusammenhang mit der Baustelle. Mehrere Kabel waren bei vorbereitenden Arbeiten beschädigt worden, weswegen Signale an Gleisen nicht gestellt werden und Uelzener über einen Zeitraum auch nicht telefonieren konnten.

Bahn hält an Zeitplan fest

Auch beim bereits erfolgten Einbau eine Behelfsbrücke für Kabel hatte es Schwierigkeiten gegeben. Trotz der jetzt erneuten Verzögerungen hält die Deutsche Bahn an ihrem Zeitplan fest, wonach die neue Bahnbrücke über die Bahnhofstraße im Dezember 2023 in Betrieb genommen werden soll.

Die bisherige Bahnbrücke war aufgrund ihres Alters – gut 100 Jahre – nicht mehr zu sanieren. Im Anschluss an ihren Neubau wird auch die wenige Meter entfernte Bahnbrücke über die Stern- straße weggerissen und neu gebaut.

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