Uhlen-Freizeitpark ist gestartet

„Breakdancer“-Spaß statt Corona-Trübsal auf dem Uelzener Albrecht-Thaer-Gelände

Rasant ging es am Wochenende im „Breakdancer“ zu. Das Fahrgeschäft war eines von mehreren auf dem Uelzener Albrecht-Thaer-Gelände, wo die Schausteller-Familie Mantau ihren Uhlen-Freizeitpark eröffnet hat.
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Rasant ging es am Wochenende im „Breakdancer“ zu. Das Fahrgeschäft war eines von mehreren auf dem Uelzener Albrecht-Thaer-Gelände, wo die Schausteller-Familie Mantau ihren Uhlen-Freizeitpark eröffnet hat.

Uelzen – Es sind derzeit schwere Zeiten für Schausteller: Die anhaltende Corona-Pandemie hat ihr Geschäft so gut wie lahmgelegt.

Weil Jahrmärkte und Volksfeste bis auf Weiteres verboten sind, hat die Schausteller-Familie Mantau seit dem vergangenen Wochenende auf dem Uelzener Albrecht-Thaer-Gelände ihren stationären Uhlen-Freizeitpark errichtet.

Dieser soll, so hofft Michael Mantau, in den nächsten drei Wochen zum Treff für alle Uelzener und Besucher der Hansestadt werden. Die Idee des Freizeitparks stammt von Schausteller-Kollegen aus dem Dortmunder Raum, wo es derartige Parks bereits gibt. Eine weitere Idee, nur vereinzelte Buden in der Uelzener Innenstadt zu errichten, wurde indes wieder verworfen.

Jacqueline Hainlein-Noack, die mit dem Fahrgeschäft „Breakdancer“ aus Berlin angereist ist, freut sich, dass es nun endlich wieder losgeht, wenn auch mit Auflagen. „Meine letzten Einnahmen hatte ich vergangenes Jahr im Herbst auf dem Martinimarkt. Die Rücklagen sind aufgebraucht und es kann ja nicht sein, dass ich jetzt meine Altersvorsorge angreifen muss“, erzählt sie.

Zu dem finanziellen Aspekt kommt noch ein weiterer – und der wiegt womöglich noch schwerer, wie Harry Junior Mantau es auf den Punkt bringt: „Wir sind Schausteller mit Leib und Seele. Wir sitzen jetzt seit über einem halbem Jahr zu Hause und haben nichts zu tun. Wir haben keinen Bock mehr, wir wollen wieder raus.“

Zum Start am Freitag hatten sich Vertreter des Ordnungsamtes, das auch das Veranstaltungskonzept im Vorfeld mit den geltenden Bestimmungen abgeglichen hatte, bei einem Rundgang auf dem Gelände vom „Corona-konformen“ Aufbau überzeugt.

Genossen die Zeit im Freizeitpark (von links): Ingo und Frauke Rosteck sowie Bianca und Martin Schütte.

Zu den ersten Gästen, die den besonders auf Familien ausgelegten, großen Sitzbereich in der Mitte des Platzes nutzten, gehörten am Samstagabend Frauke und Ingo Rosteck sowie Bianca und Martin Schütte. „Wir sind extra mit dem Fahrrad aus Emmendorf hierher gekommen“, verrieten sie.

Auch Maria Fink war mit Kindern und Enkeln unterwegs: „Nach so langer Pause haben wir uns wirklich auf die Möglichkeit gefreut, endlich wieder Karussell fahren zu dürfen.“ VON OLIVER HUCHTHAUSEN

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