Überparteiliche Initiative lädt zu erster Tagung und will Bildung für die Zukunft fit machen

Was brauchen Schule und Co.?

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Wie man Schule und Bildung für die Anforderungen der Zukunft, insbesondere auch der Digitalisierung, fit macht, das soll bei einer Tagung am 10. September gemeinschaftlich erörtert werden.

Uelzen/Landkreis. Fehlende Kita-Plätze, schlechte Ausstattung, Unterrichtslücken, Lehrermangel, zu wenig Pädagogik: Die Diskussion um Bildung und Schule ist zumeist negativ geprägt.

„Wir dürfen aber nicht nur darauf fokussieren, was fehlt, sondern müssen gerade in Zeiten der Digitalisierung vor allem auch fragen, welche Bildung wir für eine zukunftsfähige Gesellschaft brauchen“, sagt Heiner Scholing, Kreistagsabgeordneter der Grünen. Der ehemalige Lehrer und Landtagsabgeordnete lädt deshalb zusammen mit der langjährigen Pädagogin Elke Schwerwinsky von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaften (GEW) zu einer Tagung ein. Unterstützt werden die beiden dabei von den Grünen, der GEW, der SPD, dem Kinderschutzbund, dem Paritätischen Dienst sowie dem Lebensraum Diakonie. Die Tagung findet am Montag, 10. September, von 10 bis 17 Uhr in der Apollonia Oberschule Uelzen statt. Eingeladen wurden sämtliche Schul- und Kitaleitungen im Landkreis, aber auch andere Institutionen, die sich mit dem Thema Bildung beschäftigen oder daran interessiert sind, sind herzlich willkommen.

Heiner Scholing

„Unser Ziel ist es, ein übergreifendes Netzwerk für gute und zukunftsfähige Bildung ins Leben zu rufen. Das Treffen soll deshalb nicht das letzte sein“, sagt Scholing. Dabei sollen möglichst viele Akteure miteinbezogen werden. „Wir würden uns deshalb auch über Eltern, Schüler und einfach alle Interessierten freuen. “ Zum Auftakt der Tagung wird Margret Rasfeld, ehemalige Schulleiterin der evangelischen Schule Berlin Mitte und Mitbegründerin der mit der Unesco verknüpften Initiative „Schule im Aufbruch“, ein Impulsreferat halten und Möglichkeiten zur Innovation aufzeigen. Diese seien angesichts der großen Veränderungen in der Gesellschaft nötiger denn je.

Elke Scherwinsky

„Schule heute muss die jungen Menschen ganz anders auf die Welt vorbereiten“, ist auch Elke Scherwinsky überzeugt. Schlagworte seien etwa Handlungsorientierung, Individualisierung oder Selbstorganisation und Kreativität. „Wir brauchen mutige Zukunftsgestalter, die es gewohnt sind Verantwortung zu übernehmen – für sich, andere und den Planeten“, sagt Scherwinsky. Dafür wiederum müssten auch die Lernformen angepasst werden und die Kinder mit all ihren Bedürfnissen in den Blick nehmen. „Wir müssen wieder stärker pädagogisch denken“, sagt Scholing. „Unser Schulsystem lässt Innovationen und Abweichungen durchaus zu. “ Um den tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungsprozessen gerecht zu werden, müssten aber „mächtige Impulse“ her. Das funktioniere als gemeinsame Anstrengung, weshalb man am 10. September auf die breite Partizipation der Akteure hoffe.

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