Feuerwehrkräfte kühlen tausende Tonnen an Kohle

Brand am Uelzener Hafen: Einsatz zieht sich über Stunden bis zum Nachmittag

Mithilfe eines Radladers und Kranbaggern wurde die gelagerte Kohle über Stunden hinweg umgeschichtet. Jedes Glutnest musste gelöscht werden.
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Mithilfe eines Radladers und Kranbaggern wurde die gelagerte Kohle über Stunden hinweg umgeschichtet. Jedes Glutnest musste gelöscht werden.

Uelzen – Es war ein Einsatz, der Feuerwehrkräfte über Stunden beschäftigte: Tief im Inneren eines zur Lagerung am Uelzener Hafen aufgeschütteten Bergs aus Steinkohle brannte es.

Die Kohle wurde mithilfe von Kranbaggern umgeschichtet und dabei durch Feuerwehrkräfte gekühlt.

Jürgen Kaune, Uelzens stellvertretender Ortsbrandmeister, erklärte, dass dieses aufwendige Verfahren nötig sei. „Bleibt ein Glutnest zurück, zündet das bei diesen Außentemperaturen wieder durch. Wenn Kohle brennt, brennt sie.“

Die Feuerwehrkräfte löschten und kühlten die Steinkohle mit einem Gemisch aus Wasser und Schaum.

Die Kohle lagerte bereits seit Januar auf dem Hafengelände. Bestimmt war sie für das Uelzener Nordzucker-Werk. Von der Uelzener Hafenbetriebs- und Umschlags- GmbH (UHU) war zu erfahren, dass etwa 3000 Tonnen an Steinkohle dort aufgeschüttet worden waren. Wie es zu dem Brand im Inneren kam, dazu gab es zunächst noch keine Erklärungen. Jürgen Kaune vermutete, dass der Brand bereits seit Längerem schwelte.

Am Montagvormittag sahen dann Hafenmitarbeiter Rauch aufsteigen. An der gemauerten Lagerbox für die Kohle zeigten sich zu diesem Zeitpunkt auch Rußverfärbungen. Kräfte der Uelzener, der Oldenstädter und der Molzener Wehr rückten gegen 10.10 Uhr zum Hafen aus.

Um an den Brandherd heranzukommen und jegliches Glutnest zu löschen, wurde damit begonnen, die Kohle umzuschichten. Zwei Kranbagger sowie ein Radlader kamen dabei zum Einsatz. Feuerwehrkräfte löschten und kühlten die Steinkohle mit Wasser, das leicht mit Schaum gemischt wurde. Damit war das Wasser geschmeidiger und drang besser in die Kohlehaufen ein.

Gegen 13 Uhr wurde schließlich Kohle zur Seite geschaufelt, die mehr als 100 Grad heiß war. Schwarzer, dicker Rauch stieg auf. Die Einsatzkräfte näherten sich dem Ausgangspunkt des Brandes. Die Temperaturen wurden mithilfe einer Wärmebildkamera erfasst. Die Mauer der Lagerbox hatte zu Beginn der Brandbekämpfung durch die schwelende Glut im Inneren des Steinkohlebergs eine Temperatur von 80 Grad erreicht, wie Kaune schilderte. Gegen 15 Uhr war der Einsatz beendet.

VON NORMAN REUTER

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