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Bombenfund am Uelzener Bahnhof? Hier finden Sie alle Informationen zur möglichen Evakuierung

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Von: Mike Höpfner, Norman Reuter, Lars Becker

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Noch steht nicht fest, ob es zu einer Entschärfung kommen muss. Aber die Hansestadt trifft entsprechende Vorbereitungen. (Symbolbild)
Noch steht nicht fest, ob es zu einer Entschärfung kommen muss. Aber die Hansestadt trifft entsprechende Vorbereitungen. (Symbolbild) © dpa

Die Stadt Uelzen ist auf alles vorbereitet, falls es am Sonnabend zur wahrscheinlich größten Evakuierung in der Geschichte kommen sollte. Hier die wichtigsten Informationen und Links zu den Artikeln:

Uelzen - Der Hansestadt Uelzen steht am Sonnabend, 29. Januar, unter Umständen die bislang größte Evakuierungslage der Geschichte im Zusammenhang mit der Entschärfung von Fliegerbomben bevor. In der Nähe des Hundertwasser-Bahnhofs soll in der Nacht noch ein letzter Kampfmittel-Verdachtspunkt im Gleis untersucht werden. Für deren zwei im Böschungsbereich gab es bereits Entwarnung, hier wurde nur Metallschrott gefunden.

(29. Januar - 5.30 Uhr) - Entwarnung! Keine Bombe im Untergrund am Hundertwasser-Bahnhof Uelzen. Stattdessen wurde ein Erdkabel gefunden.

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(28. Januar, 18 Uhr) - Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg muss am Sonnabend (29. Januar) womöglich in der Hansestadt entschärft werden, der im Gleisbereich des Bahnhofs schlummern könnte. Wann hat es eigentlich konkret Angriffe auf Uelzen gegeben? Die Antworten liefern das Stadt- und das AZ-Archiv.

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(28. Januar, 17.46 Uhr) - Weil nicht klar ist, ob am Sonnabend evakuiert, danach entschärft oder sogar kontrolliert gesprengt werden muss, laufen auch bei der Polizei die intensiven Planungen weiter. Die sehen laut Pressesprecher Kai Richter vor, dass eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg die lokalen Kräfte unterstützt.

Hubschrauber-Einsatz mit Wärmebildkamera

Mehrere Dutzend Sperrstellen müssten womöglich überwacht werden, um irgendwann dem Kampfmittelbeseitigungsdienst melden zu können, dass die Arbeiten am Blindgänger beginnen könnten. Zudem habe man auch einen Hubschrauber angefordert, der den Evakuierungsbereich mit einer Wärmebildkamera überfliegen und womöglich noch Personen finden könnte.

Während die Haupteinsatzzentrale unter Federführung der Stadt mit Dr. Florian Ebeling und Stadtbrandmeister Jens Kötke als Einsatzleiter bei der Feuerwehr liegen würde, bliebe die Polizei mit einer Ausnahmegenehmigung in ihrem Domizil an der Zuckerfabrik, das noch knapp innerhalb eines 1000-Meter-Radius liegen würde.

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(28. Januar, 17.30 Uhr) - Beim Bürgertelefon der Hansestadt unter (05 81) 8 00 62 13 sind bis um 10.30 Uhr am Freitag schon 950 Anfragen bearbeitet worden. Dabei ging es zumeist um die persönliche Betroffenheit der Anrufer – sprich um Fragen wie: Liegt meine Wohnung/mein Haus im möglichen Evakuierungsgebiet? Es sei aber auch um Fragen zur Organisation der Betreuungsstellen, den Transport für hilfebedürftige Personen und Fragen zum zeitlichen Ablauf gegangen, sagte Stadtsprecherin Ute Krüger.

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(28. Januar, 12.20 Uhr) - Bisher kein Bombenfund in Uelzen: Zwei von drei Verdachtspunkten untersucht – es war Metallschrott. Hier finden Sie den kompletten Artikel.

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(28. Januar, 12 Uhr) - Blindgänger-Verdachtspunkte: Hinweise zu Betreuungsstellen bei Evakuierung:

Möglichweise steht der Hansestadt am Sonnabend, 29. Januar, ab 9 Uhr, eine Evakuierung aufgrund von einem oder mehreren Bombenblindgängern bevor. Ab heute starten die weitergehenden Kampfmittelsondierungen nahe des Hundertwasser-Bahnhofs in Uelzen. Mit vielen Beteiligten bereitet die Hansestadt derzeit vorsorglich notwendige Maßnahmen vor. Zu den vorgesehenen Betreuungsstellen teilt die Stadtverwaltung mit:

Für Bürgerinnen und Bürger, die nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommen können, würden drei Betreuungsstellen eingerichtet:

Turnhalle der Sternschule
Hagenskamp 6, Uelzen

Sporthalle Herzog-Ernst-Gymnasium
Albertstraße 41, Uelzen

Turnhalle Pestalozzi-Schule
Emsberg 3, Uelzen

In den Betreuungsstellen würden alle Personen vor dem Betreten getestet. Eine FFP2-Maske bis zum Sitzplatz wäre verpflichtend zu tragen. Abstandsregeln, regelmäßiges Lüften sowie die allgemeinen Hygienevorschriften gehören zu den Regeln in den Gebäuden. Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt. Weitere Verpflegung kann mitgebracht werden. Die Unterkünfte wären ab 9 Uhr geöffnet.

Bus-Shuttle

Ab 9 Uhr würden Busse im Viertelstundentakt die Stadtbus-Haltestellen im Evakuierungsbereich anfahren und die Fahrgäste zur nächstgelegenen Betreuungsstelle bringen. „Wer das Angebot nutzen möchte, könnte also zur nächsten Haltestelle im Evakuierungsgebiet gehen und dort einsteigen“, sagt Stadtsprecherin Ute Krüger. Auch eine Rückfahrt per Bus wäre nach Ende der Evakuierung möglich. Bis zum Zeitpunkt einer möglichen Evakuierung findet der Stadtbusverkehr wie gewohnt nach Fahrplan statt.

Unterkünfte für Corona-Erkrankte und Kontaktpersonen in Quarantäne

Auch Personen, die sich in Corona-Quarantäne befinden, müssen im Fall der Fälle das Evakuierungsgebiet verlassen. Wenn die Betroffenen nicht privat unterkommen können, gibt es auch hier verschiedene Betreuungsstellen. Dort werden Erkrankte und Kontaktpersonen von anderen Haushalten getrennt in einzelnen Klassenräumen gesondert untergebracht:
Infizierte mit Symptomen in Klassenräumen der Berufsbildenden Schulen I (BBS I), Wilhelm-Seedorf-Str. 5, Uelzen.
Infizierte ohne Symptome in Klassenräumen der BBS I, Scharnhorststraße 10, Uelzen.
andere unter Quarantäne stehende Personen in Klassenräumen der Georgsanstalt/BBS II, Esterholzer Straße 71, Uelzen.
Das Angebot eines Bettes bzw. einer Liegefläche ist vorhanden. Der Landkreis Uelzen hat Betroffene direkt informiert.
Das DRK betreut alle Unterkünfte vor Ort.

Transport für hilfebedürftige Menschen

Für Menschen, die ihre Wohnung nicht eigenständig verlassen können, steht dann der Fahrdienst des DRK bereit. Betroffene können sich an das Bürgertelefon der Hansestadt wenden: 0581 800 6213.
Das Bürgertelefon der Hansestadt ist für alle Fragen heute von 10 bis 18 Uhr und am Sonnabend bereits ab 6 Uhr geschaltet und erreichbar unter 0581 800-6213. Fortlaufend informiert wird auf der Website www.hansestadt-uelzen.de

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(28. Januar, 8.30 Uhr) - Händler und Geschäftsleute äußern sich zur möglichen Evakuierung in Uelzen: „Das wird ein immenser Schaden, wenn es so kommt“, sagt Uwe Schwenke, Geschäftsführer des Modehauses Ramelow an der Uelzener Bahnhofstraße.

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(27. Januar, 18.30 Uhr) - Möglicher Tausch beim Apotheken-Notdienst

Sollte es am Sonnabend tatsächlich zu Evakuierungsmaßnahmen zwischen 9 und 18 Uhr kommen, dann hat das auch Auswirkungen auf den Apotheken-Notdienst in der Hansestadt Uelzen. Turnusmäßig ist vorgesehen, dass die EasyApotheke im Marktcenter von 8 Uhr am Sonnabendmorgen bis 8 Uhr am Sonntagmorgen diesen übernimmt. Das Marktcenter liegt allerdings im etwaigen Evakuierungsradius – wie acht weitere Apotheken auch.

„Wenn es tatsächlich zu einer Evakuierung kommt, dann muss die eingeteilte Landkreis-Apotheke für diese Dauer übernehmen. Sobald die Evakuierung beendet ist, sind wir dann aber wieder da“, erläutert Alvaro Alba, Filialleiter der Easy-Apotheke, die sonnabends ohnehin regulär von 8 bis 20 Uhr geöffnet hat.

Diensthabende Landkreis-Apotheke außerhalb der normalen Ladenöffnungszeiten am Sonnabend ist die Linden-Apotheke in der Wrestedter Bahnhofstraße 36. Während der üblichen Geschäftszeiten sind die zwei anderen Apotheken im Stadtgebiet Uelzens, die außerhalb des Evakuierungsradius’ liegen, für alle Kunden da. Das sind die Kloster-Apotheke in Oldenstadt (Molzener Straße 1a) und die Apotheke am Hambrocker Berg (Hambrocker Straße 53).

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(27. Januar, 14.30 Uhr) - Bahnunterführung ab Freitag gesperrt

Die vorbereitenden Arbeiten zur Untersuchung der drei Verdachtspunkte zu Kampfmitteln starten am Freitag, 28. Januar, im Böschungsbereich nahe der Bahnunterführung in der Bahnhofstraße in Uelzen. Ab 8 Uhr wird die Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrende gesperrt. Ein Verdachtspunkt im Gleisbereich wird in der Nacht von Freitag, 28., auf Sonnabend, 29. Januar, geprüft – Grund für die Nachtarbeiten sind notwendige Gleissperrungen der Deutschen Bahn. Fußgänger können den Tunneldurchgang über den ZOB nutzen. Radfahrende gelangen über die Ebstorfer Straße oder den Bohldammtunnel zu ihren Zielen.

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(27. Januar, 11 Uhr) - Bahnunterführung vorerst weiter passierbar

Die Deutsche Bahn hat mitgeteilt, dass die vorbereitenden Arbeiten am heutigen Donnerstag, 27. Januar, noch nicht starten. Die Bahnunterführung an der Bahnhofstraße ist bis zur Baustelleneinrichtung zur Kampfmittelsondierung weiterhin für Fußgänger und Radfahrende passierbar. Sobald der genaue Starttermin definiert ist, will die Stadt diesen bekannt geben.

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(26. Januar, 15.10 Uhr) - Was passiert mit Corona-Erkrankten bei einer Evakuierung in Uelzen? Hier informiert der Landkreis Uelzen.

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(26. Januar, 12 Uhr) - Drei Verdachtspunkte zu Kampfmitteln nahe der Bahnunterführung in der Bahnhofstraße in Uelzen werden in den nächsten Tagen genauer untersucht. Aufgrund der Arbeiten muss der Fuß- und Radweg in der Bahnhofstraße zum Teil gesperrt werden.

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(26. Januar, 8 Uhr) - Werden bei den weiteren Untersuchungen Blindgänger in Bahnhofsnähe entdeckt, setzt das eine gewaltige Evakuierungsaktion in Gang. Unter anderem sind mehrere Altenheime zu räumen: Hier geht es zum Artikel.

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(25. Januar) - Im Fall eines tatsächlichen Fundes soll es dann ganz zügig gehen. Per Lautsprecherdurchsagen und über die Medien, so erklärt die Stadt, sollen die Menschen darüber informiert werden, dass sie ihre Wohnungen oder Häuser verlassen müssen. Die Stadt rüstet sich für den Ernstfall.

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(24. Januar) - Was bedeutet der Sicherheitsradius? Wann und wie lange muss ich meine Wohnung verlassen? Was passiert mit Haustieren? Darf man auf eigene Gefahr zuhause bleiben? Hier sind die Antworten auf diese und weitere Fragen.

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(22. Januar) - Bereits am Freitagabend wurde bestätigt, dass tatsächlich an drei Stellen Bomben tief im Boden schlummern könnten. Im Umkreis von bis zu einem Kilometer werden erfahrungsgemäß im Falle des Falles sämtliche Gebäude evakuiert, betroffen wären dann viele tausend Menschen.

Dieser News-Ticker wird fortlaufend aktualisiert.

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