Grundschule heute noch geschlossen

1100 Menschen in Lüneburg evakuiert: Bombe nach 15 Minuten entschärft

+
Dieser Bewohner wurde gestern während der Evakuierung eines Altenheims zu einem Rettungsfahrzeug transportiert.

dpa Lüneburg. Am Ende ging es ziemlich schnell. Nur rund 15 Minuten brauchte der Niedersächsische Kampfmittelräumdienst gestern Mittag, um die 70 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Roten Feld in Lüneburg zu entschärfen. Um 12.52 Uhr meldete Sprengmeister Ralf Reisener, dass keine Gefahr mehr von dem Blindgänger ausgehen kann.

Daraufhin konnten alle rund 1100 Anwohner in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Sie hatten diese um 10 Uhr in einem Radius von 300 Metern um den Fundort herum verlassen müssen.

Außerdem fiel an drei Schulen der Unterricht aus. Mehr als 1500 Schüler durften zu Hause bleiben. Auch zwei Krippen und zwei Kindergärten blieben gestern geschlossen, ein Altersheim musste zudem evakuiert werden. Allein rund 150 Polizisten waren im Einsatz. Hinzu kamen die Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Darunter waren 22 ehrenamtliche Helfer der DRK-Bereitschaften Uelzen und Bad Bevensen des DRK-Kreisverbandes Uelzen. Sie waren gestern früh im Konvoi mit mehreren Rettungs- und Krankentransportwagen sowie Mannschaftstransportwagen nach Lüneburg aufgebrochen.

Die Fliegerbombe war am vergangenen Sonnabend nach mehrtägiger Suche neben der Grundschule Im Roten Felde entdeckt worden. Ein zweiter Verdachtspunkt unter der Schule selbst hatte sich nicht bestätigt. Dort wurde nur das ungefährliche Leitwerk einer Bombe gefunden. „Die betroffene Grundschule bleibt wegen der Aufräumarbeiten auch noch am Dienstag geschlossen“, sagte gestern ein Sprecher der Stadt.

In Lüneburg war in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe Fliegerbomben gefunden worden, vor allem in der Nähe des Bahnhofs. Rund 20 weitere Sondierungspunkte müssten noch untersucht werden, hieß es gestern im Lüneburger Rathaus.

Fotostrecke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare