Investor bietet Verzicht auf Abriss an, wenn Käufer gefunden wird

Bleibt das Veerßer Klinik-Gebäude erhalten?

Der kleine Park an der Veerßer Klinik ist abgeholzt worden.
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Die Baumfällungen auf dem Gelände der Veerßer Klinik hatten für Unmut gesorgt. Der Investor zeigt sich jetzt aber bereit dazu, dass Klinikgebäude zu erhalten.
  • Lars Lohmann
    vonLars Lohmann
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In die Diskussion um die Baumfällungen auf dem Grundstück der Veerßer Klinik und den geplanten Abriss des Klinikgebäudes kommt Bewegung. Ortsbürgermeister Ernst von Estorff (CDU) berichtete von Gesprächen mit dem Investor Magna Care. Das Unternehmen habe einen Verzicht auf den Gebäude-Abriss ins Spiel gebracht.

Uelzen-Veerßen - Voraussetzung wäre ein Interessent, der das Gebäude kaufen würde. „Wenn wir einen Käufer finden, würde Magna Care nicht abreißen“, sagte von Estorff. So könnte zumindest das Gebäude gerettet werden, nachdem der Ortsrat schon nicht über die Baumfällungen informiert worden sei.

„Wir sollten so schnell wie möglich einen Termin vor Ort machen und uns Gedanken über die Nutzung machen“, erklärte Stefan Thieme (CDU). Es sei fair gegenüber Magna Care, sich jetzt zügig zu entscheiden und ein Nutzungskonzept zu erstellen, betonte er.

„Ich will kein Wasser in den Wein kippen, aber das wird nicht so einfach“, sagte hingegen Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull. Da beim Verzicht auf das Gebäude eine dreistöckige Bebauung notwendig werde, müsste ein Bebauungsplan aufgestellt werden. „Ich bin skeptisch, dass der Investor in diesem Fall noch ein Jahr warten wird. Er hat bereits einen Bauvorentscheid für das ganze Grundstück in der Tasche und kann jederzeit einen Bauantrag stellen“, erklärte Scheele-Krogull. Trotzdem werde sich die Stadt einer solchen Lösung natürlich nicht versperren.

Kritik gab es erneut an dem Zustandekommen der Baumfällungen. „Bei solch einem Eingriff in das Ortsbild hätte der Ortsrat informiert werden müssen“, betonte Andreas Hebestreit (CDU). Es sei die Aufgabe einer Verwaltung, immer die Interessen der Bürger im Blick zu behalten. Das sei in diesem Fall nicht geschehen.

„Für mich ist es weiterhin ein Geschäft der laufenden Verwaltungstätigkeit“, erklärte hingegen Scheele-Krogull. Nach einer Ortsbegehung sei die Untere Naturschutzbehörde informiert worden und es habe ein Gutachten vonseiten der Investoren gegeben, um zu klären, ob die Bäume gefällt werden dürfen. „Die Untere Naturschutzbehörde hat das unter Auflagen gestattet“, so Scheele-Krogull. Es müssten Nistmöglichkeiten für Fledermäuse geschaffen werden und Ersatzpflanzungen erfolgen. „Ich bin nach wie vor überzeugt, dass das Projekt etwas Gutes für Veerßen ist“, sagte der Stadtbaurat.

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