Polizei Uelzen berät Bürger zum Tag des Einbruchschutzes am 28. Oktober

Was bleibt, ist oft die Angst

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Spurensicherung nach einem Einbruch: Haben Kriminelle erst einmal die Wohnung oder das Haus aufgebrochen und durchwühlt, bleibt für die Bewohner nicht selten ein ungutes Gefühl zurück.

ib Uelzen. Die Tage werden kürzer, die Dämmerung setzt früher ein – in der jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit sind Einbrecher häufig aktiv.

Doch viele Menschen sind sich des Risikos für einen Einbruch schlicht nicht bewusst, weiß Polizeioberkommissarin Silke Munstermann, Sachbearbeiterin Prävention im Polizeikommissariat Uelzen. „Bei mir wird schon nicht eingebrochen, da ist ja nichts zu holen“ – diesen Satz hat sie schon häufig gehört als Grund dafür, den Einbruchschutz zu vernachlässigen. Am Tag des Einbruchschutzes, der am Montag, 28. Oktober, in Uelzen veranstaltet wird, will Silke Munstermann die Bürger für Gefahren sensibilisieren. Denn es sind längst nicht nur die materiellen Schäden, die tiefe Spuren nach einem Einbruch hinterlassen – vielfach bleiben Angstgefühle, die dazu führen können, dass Menschen sich unsicher zu Hause fühlen oder gar ihre Wohnung verlassen.

Mit ihrer bundesweiten, auf mehrere Jahre angelegten Einbruchschutzkampagne K-EINBRUCH klärt die Polizei auch an diesem Tag die Öffentlichkeit über die Gefahren durch Einbrüche auf und appelliert, selbst aktiv zu werden und sich zu schützen. Zentrales Element der Initiative, die von vielen Partnern aus der Wirtschaft mitgetragen wird, ist der Internetauftritt www.k-einbruch.de. Hier erhalten die Besucher neben Verhaltenstipps auch Informationen zu geeigneter Sicherungstechnik oder können sich durch ein „interaktives Haus“ klicken, das die Stellen an Haus oder Wohnung aufzeigt, die besonders gesichert werden sollten.

Viele Informationen hierzu erhält die Bevölkerung auch am 28. Oktober in Uelzen. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ wird Silke Munstermann für Einzelgespräche zur Verfügung stehen. Die Aktion wird in Zusammenarbeit der Polizei Uelzen und des des DRK Uelzen durchgeführt.

Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser haben in Niedersachsen im vergangenen Jahr um 23,6 Prozent zugenommen. Dabei verteilen sich die Straftaten in etwa zur Hälfte auf Einbrüche in Ein- bis Zweifamilienhäuser und Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. „Eine genauere Untersuchung des Phänomens macht allerdings deutlich, dass es Unterschiede zwischen diesen beiden Wohnungstypen gibt“, weiß Silke Munstermann.

So werde in Wohnungen das ganze Jahr nahezu gleichbleibend eingebrochen, während die Zahl der Einbrüche in Ein- und Zweifamilienhäuser ab September/Oktober ansteigt und im Februar/März wieder sinkt. Wohnungen sind laut Statistik die ganze Woche über Ziele von Einbrüchen, Häuser vor allem freitags, sonnabends und sonntags. Auch die Vorgehensweise der Einbrecher sei unterschiedlich: Während bei Häusern überwiegend rückwärtig gelegene Fenster und Terrassen- oder Balkontüren aufgehebelt würden, nutzen Einbrecher bei Wohnungen die Eingangstüren in höher gelegenen Wohnungen. Häufig werden auch mehrere Wohnungen in einem Komplex aufgesucht.

Mit den Beratungen am Tag des Einbruchschutzes will die Polizei Bewohner für sicherheitsbewusstes Handeln sensibilisieren und nachbarschaftliche Beziehungen fördern – vor allem in Bezug auf die Fürsorge für ältere und schwächere Mitbewohner.

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