Wie Uelzen das Thema Wasser in die Stadt holen kann

Ein blaues Band als roter Faden

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Einige Beispiele dafür, wie Wasser die Stadt beleben kann, gibt es bereits – wie der Wasserstein am Stadtgarten.

Uelzen. Ein blaues Band als roter Faden – das ist nicht nur schon seit Langem für Uelzens Baudezernenten Karsten Scheele-Krogull eine Vision, sondern auch für Birgit von Meltzing aus Melzingen und Birgit Lüdemann aus Bollensen.

Die beiden Frauen haben sich jede Menge Gedanken darüber gemacht, wie man das Thema Wasser in die Stadt Uelzen holen kann. Das Ergebnis ihrer Überlegungen präsentierten sie jetzt den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtplanung, Umweltschutz und Bauen.

Mit dem Thema Wasser in der Stadt könne sich das „Stadtgefühl verändern“, meinen die beiden. Ein entsprechendes Konzept könne man Schritt für Schritt entwickeln, und zwar gemeinsam. „Jeder sollte dabei mitmachen können“, appellierten von Meltzing und Lüdemann. Doch wie könnte dieses Konzept nun aussehen?

Wasser ist Lebenselixier, ohne es gäbe es kein Sein. Und so könnte Wasser auch einer Stadt mehr Leben einhauchen: in Form von kleinen Erlebniswelten zum Beispiel, schlagen Birgit von Meltzing und Birgit Lüdemann vor. Plätze für alt und jung – und sie blenden dafür in ihrer Präsentation als Beispielbild die Wasserfontänen auf dem Bad Bevenser Kirchplatz ein –, Wasserläufe für Erlebnisse, Erfahrungen, Erholung und auch Kunstgenuss wären denkbar. Einen Wasserspielplatz könnte man installieren, regen die beiden Damen an, und auch auf die Idee eines Miniwassergolfplatzes sind sie während ihrer Recherchen zu dem Thema gestoßen.

„Es gibt schon jetzt viele Plätze in Uelzen, die mit Wasser zu tun haben“, sagt Birgit von Meltzing. Den Stadtgraben zum Beispiel oder auch den Ratsteich mit der Bulleninsel, auf der man mitten in der Stadt auch Natur stärker erlebbar machen könnte. Und nicht zuletzt zeige die Stadt Uelzen auch mit ihrem Wahrzeichen, dem Goldenen Schiff, dass sie dem nassen Element verbunden ist – als Hansestadt obendrein.

Mit dem Wasser böte sich die Chance, auch die Menschen in die Stadt zu holen. Ein Wassermuseum könnte entstehen, in dem das Thema von unterschiedlichen Seiten beleuchtet wird, Veranstaltungen könnten konsequent unter das Thema Wasser gestellt werden, finden von Meltzing und Lüdemann, und wenn man die Fontäne auf dem Ratsteich mit einer Illumination und Musik in den Mittelpunkt einer Party stellen würde, könnte man auch Wasser-Events etablieren. Mit einer Wasser-Messe könnte sich Uelzen als Wasser-Experte positionieren – schließlich gibt es hier auch einen Hafen, eine Schleuse, Kanusport und vieles mehr, was auch wirtschaftlich mit Wasser zu tun hat. Kurzum: „Wir stellen uns Wasser als Rahmen vor, um Uelzen zu präsentieren“, fassen die beiden Frauen zusammen. Karsten Scheele-Krogull merkte an, dass man für 2015 ein überarbeitetes Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) auf die Beine stellen werde und dem Planer den Auftrag geben sollte, das Thema Wasser darin aufzunehmen.

Die Ausschussmitglieder wollen die vielen Ideen nun erst einmal verdauen und in den Fraktionen beraten. Ausschussvorsitzender Karsten Jäkel (CDU) dankte Birgit von Meltzing und Birgit Lüdemann für die Impulse: „Wenn wir künftig Stadtplanung machen, müssen wir einfach mal gucken, wie man aus dem Thema Wasser ein Muss machen kann.“

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