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Bis zu 4,3 Millionen Euro: Pläne für Uelzener P+R-Anlage liegen vor

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Von: Norman Reuter

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Auf dem Gelände an den Gleisen, mit Zufahrt über die Kaiserstraße, stand bis Sommer 2020 die alte Parkpalette. Nach ihrem Abriss sollte hier das neue Parkhaus entstehen.
Auf dem Gelände an den Gleisen, mit Zufahrt über die Kaiserstraße, stand bis Sommer 2020 die alte Parkpalette. Nach ihrem Abriss sollte hier das neue Parkhaus entstehen. Jetzt ist eine ebenerdige P+R-Anlage geplant © Reuter

Die Hansestadt Uelzen hat Pläne für die ebenerdige P+R-Anlage am Hundertwasser-Bahnhof als Alternative zum Parkhaus vorgelegt: Je nach Ausstattung würde dort eine Stellplatzanlage bis zu 4,3 Millionen Euro kosten.

Uelzen ‒ Die ersten Planungen für die Fläche sehen rund 280 PKW-Stellplätze vor. Die Kosten für die Planung der Anlage, Gelände- und Erdarbeiten, Begrünung, Beleuchtung, Asphaltieren und Pflastern betragen nach Angaben der Stadt knapp 2,7 Millionen Euro. Weitere Bausteine können ergänzt werden: Circa ein Drittel der Fläche mit einer Teilbegrünung zu überdachen, kostet 345.000 Euro. Eine Photovoltaik-Anlage ist mit 612.000 Euro kalkuliert – dieser Betrag könnte möglicherweise auch durch einen Betreiber übernommen werden. Für eine Sammelschließanlage für Räder sind 314.000 Euro und für eine Lärmschutzwand 355.000 Euro veranschlagt. Die Höhe der Fördergelder werden dann ermittelt, wenn feststeht, ob und mit welchen Modulen eine Stellplatzanlage gebaut wird.

Von der Planung eines Parkhauses an gleicher Stelle wurde im Frühjahr zunächst aus Kostengründen abgerückt (AZ berichtete). Für den Bau des ursprünglich geplanten dreigeschossigen Gebäudes mit 400 Stellplätzen ist mit einer Kostenerhöhung aufgrund der derzeit massiv steigenden Preise auf rund 11,7 Millionen Euro zu rechnen. Kalkuliert wurde zunächst mit 8,3 Millionen Euro.

Parteiübergreifend war man sich einig, stattdessen eine ebenerdige Parkfläche als Alternative zu betrachten. Voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Bauausschusses der Hansestadt am 28. November spricht das Gremium eine Empfehlung zum Thema aus.

Die großen Investitionen der Hansestadt stehen derzeit auf dem Prüfstand. Bürgermeister Jürgen Markwardt gab den Anstoß, Großprojekte zu hinterfragen. Hintergrund sind der Ukraine-Krieg mit seinen Folgen und auch die Auswirkungen von Corona und die damit verbundenen finanziellen Herausforderungen.

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