Polizei warnt vor Bettlern und Rosenverkäufern in Uelzen

Betrüger unterwegs

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Uelzen. Seit vergangener Woche sind sie verstärkt in und um Uelzen unterwegs: rumänische Bettler und sogenannte Rosenverkäufer in organisierten Banden. Am Sonntag wurde die Polizei in Uelzen zur Straße An den Zehn Eichen gerufen, wo sie eine Gruppe Bettler antraf.

„Die Personen waren bereits wegen Diebstählen und Betrügereien polizeibekannt“, erklärt Polizei-Pressesprecher Kai Richter. Allerdings bleibe den Beamten oftmals nur, wie auch in diesem Fall, diese Personen erkennungsdienstlich zu bearbeiten und ein Strafverfahren gegen sie einzuleiten.

Die Bettler, die aus Rumänien kämen, so Richter, gingen in Wohngebieten von Tür zu Tür und erbettelten bei den Bewohnern Spenden für verschiedene fingierte Anlässe. Auch in den Einkaufsstraßen seien die Bettler und Rosenverkäufer unterwegs. Dort würden sie unter anderem den „Klemmbrett-Trick“ anwenden: Der Passant werde angesprochen, um eine Spende gebeten und solle auf einer Liste unterschreiben, die ihm die Rumänen auf einem Klemmbrett hinhalten – wer nicht aufpasst, läuft in diesem Moment Gefahr, um seine Brieftasche erleichtert zu werden.

„Es sind in Uelzen bislang noch keine solche Straftaten vollendet worden“, sagt Kai Richter gegenüber der AZ, „wir raten aber dazu, dringend Vorsicht walten zu lassen – vor allem auch bei Bettlern an der Haustür.“ Im Raum Lüneburg seien bereits mehrere Straftaten erfolgt. Nach Ermittlungen der Polizei kämen die Rumänen zumeist aus dem Raum Hamburg, wo sie in Großunterkünften lebten und von dort aus ausschwärmten. „Manche dieser Menschen sind ganz sicher arme Leute“, so der Polizei-Sprecher, „aber wenn sie Rechtsbrüche begehen, schreiten wir natürlich ein.“

Von Ines Bräutigam

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