Mehrjähriger Vertrag wird neu ausgeschrieben

Betreiber gesucht! Hoffnung auf neue Impulse für Weihnachtsmarkt Uelzen

Archivbild vom Weihnachtsmarkt in der Hansestadt Uelzen.
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Stimmungsvolles Ambiente, hohe Aufenthaltsqualität: Der Weihnachtsmarkt soll anlässlich der bevorstehenden Ausschreibung neue Impulse erfahren.
  • Lars Becker
    vonLars Becker
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Die Hansestadt Uelzen als Veranstalter des Weihnachtsmarktes wird in Kürze per Ausschreibung auf die Suche nach einem neuen Betreiber für den stimmungsvollen Jahresausklang gehen.

Uelzen – Der Fünf-Jahres-Vertrag mit dem bisherigen Betreiber des Weihnachtsmarktes ist ausgelaufen. Jetzt geht es deshalb darum, ein Konzept mit Wünschen und Ansprüchen zu entwickeln, das dann von demjenigen umgesetzt werden soll, der den Zuschlag erhält.

Im Betriebsausschuss Kultur, Tourismus und Stadtmarketing (KTS) stellte Alexander Hass als Betriebsleiter erste grundsätzliche Überlegungen für den Weihnachtsmarkt vor, der traditionell unmittelbar vor dem ersten Adventswochenende beginnt und bis zum 23. Dezember dauert.

Weihnachtsstadt von Kirche bis Eisbahn

„Möglicherweise kann es uns gelingen, eine Weihnachtsstadt zwischen St.-Marien-Kirche und der Eisbahn auf dem Herzogenplatz zu schaffen, die Veerßer Straße also einzubeziehen“, so Hass, wobei Bürgermeister Jürgen Markwardt dies dahingehend konkretisierte, dass die Standbeschicker des Vitalmarktes mittwochs und sonnabends unbedingt in die Planungen einzubeziehen seien, weil auch der Wochenmarkt ein Pfund sei, mit dem Uelzen wuchern könne. „Der Weihnachtsmarkt ist image-bildend. Wir sollten für dieses Thema eine Runde bilden und die Chance nutzen, beim Vertragswechsel neue Impulse zu setzen“, so Markwardt.

Ausschussmitglied Silja Eichmann-Bartels (CDU) sagte, dass es wichtig sei, eine gewisse Aufenthaltsqualität zu schaffen, die über die Glühweinbude hinaus gehe. „Die letzten Jahre ist das alles etwas den Bach runtergegangen. Ich wünsche mir viele stimmungsvolle Elemente zurück, vielleicht kann man beispielsweise überall die gleiche Musik abspielen.“

Verträge über bis zu fünf Jahre üblich

Der Betreiber des Weihnachtsmarktes ist verantwortlich für die Auswahl der Standbeschicker, für die Gesamtoptik (nur Holzhütten erlaubt) und das Rahmenprogramm. Er muss aber auch Sicherheitsaspekte berücksichtigen und Investitionen tätigen, um für ein attraktives Ambiente zu sorgen. Daher ist es auch üblich, dass solche Verträge zwischen der Stadt Uelzen und dem Betreiber auf bis zu fünf Jahre festgezurrt werden.

Die Bewerbungen gehen im Ordnungsamt der Hansestadt ein. Erste potenzielle Bewerber haben sich dort offenbar schon gemeldet. Die Organisation eines Weihnachtsmarktes sei in jedem Fall – also nicht nur in Zeiten des Coronavirus – geprägt von einem sehr hohen Organisationsaufwand. Man gehe aber zunächst einmal davon aus, dass im Zuge eines sich über das Jahr hoffentlich weiter abschwächenden Pandemiegeschehens ein Weihnachtsmarkt möglich sein könne, so Alexander Hass.

Corona-Konzept liegt in der Schublade

„Auch für 2020 hatten wir ja ein Konzept in der Schublade, dass in der Corona-Zeit hätte greifen können. Stattdessen haben sich alle Städte zu Absagen entschieden. Dieses Konzept könnten wir aber wieder herausholen“, so der KTS-Betriebsleiter, der auf viele Jahre Erfahrung in Celle, Peine und zuletzt in Oldenburg zurückgreifen kann.

Das Stadtmarketing zeichnet verantwortlich für alles, was in der Hansestadt unter dem Stichwort „Weihnachtszauber“ zusammengefasst wird – also etwa den Adventskalender vor dem Alten Rathaus oder auch die Eisbahn.

Von Hansefest bis „Late-Light-Shopping“

Das Stadtmarketing will weitere „innenstadt-stärkende Maßnahmen“ ergreifen – gegebenenfalls mit corona-konformen Konzepten. Hierzu sollen Abstimmungsgespräche mit dem Handelsverein anlaufen. Mut macht vor allem auch, dass in den Haushalten noch Stadtgutscheine in einem Gesamtwert von mehr als 100 000 Euro „schlummern“. Neben dem Hansefest (18. und 19. September) soll das „Late-Light-Shopping“ wiederholt werden, hinzu kommen verkaufsoffene Sonntage. Der Herzogenplatz soll im Sommer als „kontrollierter Erlebnis-ort“ für Konzerte, Lesungen und Vereins-Events zur Verfügung stehen – mit Bühne, Technik und Zugangskontrolle.

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