Besuch bei 500 Bürgern

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Der bundesweite „Zensus 2011“ läuft noch bis zum 31. Juli. Zusätzlich sind fünf Prozent dieser Teilnehmer für eine Wiederholungsbefragung ausgewählt worden – etwa 500 Bürger im Kreis Uelzen.

Uelzen/Landkreis. Etwa 10 000 Einwohner des Kreises Uelzen werden seit dem 10. Mai im Rahmen der bundesweiten Volkszählung, des „Zensus 2011“, befragt (AZ berichtete). Dabei stehen persönliche Angaben zur Wohn- und Lebenssituation im Mittelpunkt. Fünf Prozent der Teilnehmer dieser Haushaltsbefragung – etwa 500 Bürger im Kreis Uelzen – sind nun nach dem Zufallsprinzip für eine Wiederholungsbefragung ausgewählt worden, die bereits begonnen hat. Niedersachsenweit sind es rund 34 000 Menschen.

Sie sind zu wahrheitsgemäßen Auskünften verpflichtet, müssen aber nicht den gesamten Zensus-Bogen noch einmal ausfüllen, sondern lediglich neun Fragen beantworten. „Mit den Ergebnissen sollen die Zuverlässigkeit und Qualität der Haushaltsbefragungen überprüft werden“, erklärt Martin Lankau, Leiter der gemeinsamen Zensus-Erhebungsstelle für die Kreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg. Daher werden sich nun andere Interviewer als bei der ersten Befragung melden. Sie kündigen ihr Erscheinen schriftlich an und weisen sich am vereinbarten Termin gegenüber den Bürgern aus. Zudem bieten sie ihre Hilfe beim Ausfüllen der Bögen an.

Parallel zur Wiederholungsbefragung werden die Interviewer die noch ausstehenden Haushaltsbefragungen abschließen. Allerdings sind die meisten Zensus-Bögen im Kreis Uelzen bereits abgegeben worden. „Die Rücklaufquote liegt bei etwa 80 Prozent“, berichtet Lankau. Das entspricht in etwa dem Landesdurchschnitt. Die restlichen 20 Prozent erwartet der Leiter der Erhebungsstelle bis zum Ende der Befragung am 31. Juli. Nur in Einzelfällen, in denen die Interviewer die Bürger nicht angetroffen haben, weil diese längere Zeit im Urlaub waren, werde sich die Befragung noch in den August hineinziehen.

Etwa 10,6 Prozent der rund 94 000 Einwohner des Kreises Uelzen werden beim Zensus befragt. „Die Bürger haben wirklich gut mitgemacht, wir hatten von ihnen weitaus mehr Widerstand erwartet“, zieht Lankau eine positive Zwischenbilanz. In den Kreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg habe es „insgesamt nur drei oder vier“ Komplettverweigerer gegeben, die die Fragebögen nicht ausfüllen wollen. „Die Betreffenden werden von uns unter Androhung von Zwangsmaßnahmen aufgefordert, den Zensus-Bogen innerhalb von 14 Tagen auszufüllen“, sagt Lankau. Kommen sie dem nicht nach, werde gegen sie zunächst ein Zwangsgeld von 300 Euro verhängt, bei weiterer Verweigerung erhöhe sich die Strafe auf 500 Euro.

Weitere Fragen zum Zensus beantwortet der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie unter (05 11) 2 01 19 50. Infos gibt es auch unter www.zensus2011.de.

Von Bernd Schossadowski

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