Konjunktur-Umfrage der IHK Lüneburg-Wolfsburg: Viele Branchen deutlich im Plus

Beste Zahlen seit drei Jahren

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Einer der Gewinner des Jahres 2013 in der Region Lüneburg-Wolfsburg war das Baugewerbe. Dort erreichte der Konsumklima-Index einen Winter-Höchstwert. Das hat eine aktuelle Umfrage der IHK unter rund 350 Unternehmen ergeben.

bs Uelzen/Lüneburg. Die regionale Wirtschaft blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück – und positiv in die Zukunft. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg.

„In allen Hauptbranchen hat sich die Stimmung verbessert. Das gab es zuletzt vor über drei Jahren“, bilanziert IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert zufrieden. Die guten Ergebnisse seien bemerkenswert, denn bereits im Herbst hatten die Unternehmen ein hohes konjunkturelles Niveau erreicht. Und: „Die Prognosen für das neue Jahr lassen ein weiteres Wachstum erwarten“, meint Zeinert.

Der Konjunkturklima-Index, den die IHK bei rund 350 Unternehmen in der Region Lüneburg-Wolfsburg – und damit auch im Kreis Uelzen – ermittelte, stieg von 116 auf 124 Punkte. Der Maximalwert beträgt 200 Punkte. Aufgrund der guten Arbeitsmarktlage, einer geringen Inflation und des niedrigen Zinsniveaus stützt sich die Entwicklung laut IHK vor allem auf die Nachfrage des Binnenmarktes. Aber auch der Außenhandel ist spürbar angezogen.

Die Personal- und die Investitionsplanungen der Unternehmen sind vor dem Hintergrund der guten Prognosen leicht gestiegen. Als Risiko nennen die Befragten insbesondere die anhaltend hohen Energie- und Rohstoffpreise, die Entwicklung des Binnenmarktes sowie den Fachkräftemangel.

Der Konjunkturklima-Index der Industrie stieg von 109 auf 121 Punkte. Jede dritte Firma geht von verbesserten Geschäften im Jahr 2014 aus, nur 15 Prozent erwarten eine nachlassende Entwicklung. Die größten Zuwächse verbuchten Investitionsgüter-Hersteller. Aber auch die anderen Industrie-Hauptgruppen befinden sich auf einem konjunkturell hohen Niveau.

Das Baugewerbe musste aufgrund des milden Winters bislang kaum Einschränkungen hinnehmen und konnte viele Bauprojekte länger als erwartet fortsetzen. Mit einem Indexwert von 117 Punkten erreichte die Baubranche somit den Höchstwert im Vergleich zu den Winterquartalen der vergangenen zehn Jahre. Nur 13 Prozent der Betriebe erwarten eine ungünstige Entwicklung.

Der Einzelhandel meldete ein sehr erfolgreiches Weihnachtsgeschäft und verzeichnete mit 132 Punkten den Spitzenwert seit 2010. Die Konsumbereitschaft hat sich gegenüber dem Vorquartal noch einmal verbessert, das milde Wetter sorgte für volle Innenstädte. Auch der Konsumklima-Index im Großhandel stieg leicht – auf nunmehr 130 Punkte. Als gut bewerten die Lage 48 Prozent der Großhandelsbetriebe, nur 8 Prozent als schlecht. Im Dienstleistungsgewerbe legte der Index von 115 auf 129 deutlich zu. Die aktuelle Lage wird von jeweils 47 Prozent der Dienstleister als gut oder befriedigend bewertet, nur 6 Prozent sind unzufrieden.

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