Hansestadt und Glücksburg Consulting beginnen Stadtmarketingprozess

Für ein besseres Uelzen

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Zusammenarbeit beim Stadtmarketing: Bürgermeister Jürgen Markwardt und Professor Martin Weigel von GLC.

Uelzen. Im Wettbewerb um Einwohner und Touristen, um Unternehmen, Fachkräfte und Auszubildende sind Städte Konkurrenten.

Um in diesem Wettbewerb erfolgreich zu sein, hat sich Uelzen jetzt die Unterstützung der Glücksburg Consulting Group (GLC) gesichert und einen Stadtmarketingprozess angestoßen.

Sowohl Bürgermeister Jürgen Markwardt als auch Professor Martin Weigel, Geschäftsführer der GLC, betonen gestern in einem Pressegespräch die Bedeutung der Beteiligung aller Akteure vor Ort. Aktuell liefen im Rahmen einer Ist-Analyse bereits Gespräche, unter anderem mit Unternehmen und Kulturschaffenden, mit Verwaltung und Politik.

In einem nächsten Schritt sollen die Bürger mit ins Boot geholt werden. Alle Bewohner sind aufgefordert, sich über einen Fragebogen ins Stadtmarketing einzumischen. Im Fragebogen geht es um Uelzen als Wohn- und Arbeitsort, die Lebensqualität in der Stadt, um besondere Merkmale und Highlights, Tourismus, Kultur und Veranstaltungen. Der Fragebogen kommt per Post in alle Haushalte, kann ab heute aber auch über www.stadtmarketing-uelzen.de aufgerufen werden. Unter allen Teilnehmern werden Preise verlost.

Einen weiteren Termin können sich die Uelzener auch merken: In einem Auftaktworkshop zum Stadtmarketing am 18. September werden die Ergebnisse der Befragung diskutiert und erste Projektideen gesammelt. Alle am Stadtmarketing Interessierten sind herzlich in die Stadthalle eingeladen.

„Dass alle Bürger die Möglichkeit haben, ihre Sichtweise zu unserer Stadt und ihre Erwartungen an ein Stadtmarketing zu artikulieren, ist uns sehr wichtig“, sagte Markwardt. 

Erfolg soll in Zahlen messbar sein

Auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit weit über 100 Kommunen in über 20 Jahren verweist Professor Martin Weigel, Gründer und Geschäftsführer der Glücksburg Consulting Group (GLC), beim gestrigen Pressegespräch zum angestoßenen Stadtmarketingprozess. Aktuell begleite die GLC den Entwicklungsprozess der Insel Helgoland vor dem Hintergrund des Ausbaus der Windkraft. In der Region war die GLC zuletzt in Bad Bevensen aktiv, begleitete den Neubau des Kurhauses eng und schuf neue Betriebsfunktionen im Marketing. 

Sein Unternehmen, so Weigel, arbeite stark umsetzungsorientiert, wolle in Zahlen messbaren Erfolg. Auf Uelzen bezogen müssten im Stadtmarketingprozess als Fortschrittsprozess Fragen gestellt und beantwortet werden, wie beispielsweise: „Haben wir eine gute Bevölkerungsmischung? Genügend Fachkräfte und Schüler? Gibt es geeigneten Wohnraum in allen Lebensphasen? Ist die Stadt attraktiv für Touristen? Wie kann der Erlebnisraum Innenstadt bestmöglich gestaltet werden?“ 

Außerdem müsse geklärt werden, worauf man sich konzentrieren wolle, und es seien „Leuchtturmprojekte“ nötig. Auch Zeitpläne, Budgets und Struktur beziehungsweise Rechtsform des Stadtmarketings müssten geklärt werden – ohne das „ein zweiter Wasserkopf“ entstehe. 

„Wir wollen alle diese Fragen so beantworten, dass das Stadtmarketing nachhaltig funktioniert“, sagte Weigel. Weigel wollte dem konkreten Bedarf nicht vorgreifen, der derzeit durch Befragungen seiner Mitarbeiterin Linda Vogt-Gröncke sowie durch eine umfangreiche Fragebogen-Aktion (siehe oben) ermittelt wird. Er sagte aber, dass Zahlen in Bezug auf die Leerstandsquote oder Sitzmöglichkeiten in der Innenstadt, zur Verfügbarkeit von Fachkräften und Ausbildungsplätzen oder aber auch Übernachtungszahlen darüber Aufschluss geben werden, ob einzelne Projekte des Stadtmarketingprozesses erfolgreich waren.

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