Besser für den Datenschutz

1400 Meldeempfänger hat der Landkreis Uelzen angeschafft. Die ersten werden bereits getestet, die für die Einsatzkräfte der Feuerwehr werden noch programmiert. Foto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis. Viele Einsatzkräfte vom Rettungsdienst erhalten ihre Informationen zum Einsatzort und zur Art des Einsatzes bereits digital. Dafür wurden auch neue Sendestationen errichtet. Die rund 1400 digitalen Meldeempfänger werden derzeit noch programmiert und codiert. Die ersten Empfänger werden bereits herausgegeben, die Melder für die Feuerwehrkräfte sind noch in Bearbeitung. Noch wird parallel über das analoge System informiert, nach der Testphase soll nur noch die digitale Alarmierung erfolgen. „Wir gehen davon aus, dass die Übergabe Ende Mai erfolgen wird“, erklärt Roland Eichler vom Ordnungsamt beim Landkreis Uelzen.

Der Alarm wird dann wie bisher durch die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle im Landkreis Uelzen ausgelöst und verteilt sich auf insgesamt 14 neue digitale Sendestationen. Die Bereiche, die diese Sendestationen abdecken, überlappen sich. Wenn die Sendestation in einem Ort ausfällt, können die Einsatzkräfte dennoch die Informationen vom Nachbarsender empfangen. „Damit wird die Alarmierungssicherheit für die Einsatzkräfte erheblich steigen“, zeigt sich der Erste Kreisrat Heiko Blume vom neuen System überzeugt.

Das digitale Alarmierungsnetz ist als Gemeinschaftsprojekt der Landkreise Uelzen, Lüneburg, Celle, Gifhorn und Lüchow-Dannenberg realisiert worden. Im August vergangenen Jahres war der Startschuss dafür gefallen. Durch die höhere Stückzahl an Meldeempfängern für die fünf Landkreise habe der Kreis Uelzen eine Summe in sechsstelliger Höhe sparen können. So entstanden Kosten von 300 000 Euro.

Die Einsatzkräfte erhalten die nötigen Informationen zum Einsatz somit künftig nicht mehr über Funk, sondern sekundenschnell als Textnachricht auf die Meldeempfänger übertragen. Diese Meldungen sind verschlüsselt. Wenn also nur bestimmte Adressaten alarmiert werden sollen, erhalten auch nur noch diese die Informationen. Das ist von Vorteil, wenn es sich zum Beispiel um die Übermittlung von Patientendaten handelt, erläutert Eichler. Ein Mithören wie bisher im analogen Verfahren ist dann nicht mehr möglich.

Die neue Technik soll auch zu einer erheblichen Entlastung des Funkverkehrs führen. Die Programmierarbeiten werden in der Leitstelle des Kreishauses ausgeführt und sind bereits in vollem Gange. Zunächst wurden die Melder für den Rettungsdienst fertiggestellt und ausgegeben, da der Rettungsdienst aufgrund der kreisweiten Einsätze das neue System flächendeckend testen kann. Die entsprechenden Melder für die Feuerwehren sollen während der nächsten Wochen schrittweise programmiert werden.

Von Diane Baatani

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