Uelzener Rindviehzüchter und Masterrind ziehen Bilanz / Hohe Nachfrage

216 Besamungen sind top

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In Niedersachsen halten die Rinderzüchter im Durchschnitt 7,6 Kühe. Was die Züchter freut: Die Tiere geben immer mehr Milch und die Preise steigen.

Uelzen-Hansen. Der Bulle „Schaffner“ hat es auf Platz eins geschafft. Für das Rindvieh aus dem Landkreis Uelzen stehen 216 Erstbesamungen zu Buche – der Topwert in 2011.

Diese und weitere Zahlen wurden gestern Morgen bei der Generalversammlung des Besamungs- und Rindviehzuchtvereins Uelzen in Hoffmanns Gasthaus in Hansen präsentiert. Denn bei der Versammlung stellte auch die Masterrind GmbH ihre Bilanz des vergangenen Jahres vor.

Das Verdener Unternehmen Masterrind, das sich der Rinderzucht- und Vermarktung sowie der künstlichen Besamung der hiesigen Tiere annimmt, hat in 2011 einen Umsatz von 120 Millionen Euro erzielt. Das Unternehmen betreut 5500 Betriebe mit 511 000 Holstein-Kühen. 85 000 Rinder wurden verkauft, 30 000 exportiert. Exportland Nummer eins ist zur Zeit Marokko. Beim Spermaexport im zurückliegenden Jahr ist die Türkei führend. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt – dort ist Masterrind tätig – wurden 1,1 Millionen Besamungen von Rindern durchgeführt.

Die Tiere sind derzeit auf dem Markt begehrt „Die Nachfrage ist sehr gut. Es können attraktive Preise erzielt werden“, sagte die Zuchtinspektorin von Masterrind für den Landkreis, Anne Kuhlmann, hinsichtlich der Auktionen und dem Export. Ein weiterer Aspekt bei dem Verkauf von Rindern sind die Milchpreise. „Wenn wir attraktive Milchpreise haben, sind die Auktionspreise für Rinder höher“, erklärte Kuhlmann. Im Durchschnitt liegen der Auktionspreis für die hiesigen Rinder bei 1800 Euro.

Hierzulande halten die Betriebe im Schnitt 7,6 Kühe. Und die geben immer mehr Milch. „Die Milchleistung ist stetig am Steigen“, erläuterte die Zuchtinspektorin und frohlockte: „Das ist sehr gut.“ Aber vor allem müssen die Betriebe auf die Gesundheit ihrer Tiere achten. Dazu gehört etwa das Impfen des Viehs. „Das Impfen ist wichtig für den Export“, machte der Vorsitzende des Besamungs- und Rindviehzuchtvereins Uelzen, Hinrich Heuer, vor den Viehhaltern deutlich.

Von Benjamin Post

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