Berufe zum Anfassen

Steffen (links) im Gespräch mit Mandy aus dem dritten Ausbildungsjahr Krankenpflege am Klinikum.

Uelzen - Von Barbara Kaiser. „Die Demografie gibt die Richtung vor“, sagte die Leiterin der Agentur für Arbeit (AA) Uelzen, Kerstin Kuechler-Kakoschke, im Vorfeld der vierten Ausbildungsbörse, die gestern rund 2000 Schülerinnen und Schüler anzog, die im Jahr 2011 die Schule beenden werden. Man könne es sich nicht leisten, so die AA-Chefin weiter, die Fähigkeiten, Talente und Interessen der jungen Menschen nicht zu fördern.

In diesem Sinne stellten sich in der Agentur an der Lüneburger Straße 52 Firmen ihrem Publikum. Nur hinter den Buchstaben Q, X, Y und Z fand sich kein Arbeitgeber, ansonsten waren sie alle dabei. Von A und B wie Autohaus und Bundespolizei bis S wie Sparkasse.

„Wir müssen ausbilden“, sagt Christian Hoppe, der gerade die Bewerbung einer jungen Frau entgegen genommen hatte, die ihn sehr zufrieden stellt. „Schließlich müssen wir an die Zukunft denken und dürfen nicht jammern, dass es an qualifiziertem Nachwuchs dafür fehlt.“ Die überwiegende Mehrheit der jungen Leute schob sich durch die dicht gefüllten Gänge der Arbeitsagentur und zeigte Interesse. Viele wussten genau, was sie wollten, vertieften ihre Vorstellungen durch gezielte Fragen. Steffen aus Oetzendorf beispielsweise steht im Gespräch mit Mandy, die das dritte Ausbildungsjahr Krankenpflege im Klinikum Uelzen absolviert. Der 25-jährige junge Mann hat bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen, während der er jedoch merkte, dass das Handwerkliche nicht seine Bestimmung ist.

Berufe zum Anfassen gab es; die Berufsberater der AA hatten den Tag gründlich mit den Schulen vorbereitet. Informationen aus erster Hand, ganz oft von den Auszubildenden der Betriebe selbst, die ein frisches Bild malten, gab es reichlich. Viele Entscheidungshilfen, freundliche Angebote – denn auf dem Ausbildungsmarkt wird es enger werden. Für die Arbeitgeber.

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