MdB Otte (CDU): Deutlich mehr Kompetenzen für Wasser- und Schifffahrtsamt

Berlin stärkt WSA Uelzen

+

Uelzen. Riesenerfolg für den Verwaltungs- und Wirtschaftsstandort Uelzen: Bei der gestern von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer in Berlin vorgestellten Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung entpuppte sich Uelzen als einer der Gewinner.

„Sehr zufrieden“ nannte der für den Landkreis Uelzen verantwortliche Bundestagsabgeordnete Henning Otte (CDU) die Einzelheiten: „Das Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen (WSA) muss keine Kompetenzen abgeben – es bekommt sogar einen erheblichen Zuwachs von Zuständigkeiten. “.

Mit der Neuordnung ist das WSA wie bisher für den Elbe-Seitenkanal (ESK) und den Mittellandkanal-Ost (MLK-Ost) zuständig. Neu hinzu kommt die Verantwortung für den Elbe-Lübeck-Kanal (ELK) und den Elbe-Havel-Kanal (EHK) bis vor die Tore Berlins.

Im vergangenen Jahr waren immer wieder Befürchtungen laut geworden, dass zumindest die regionale Verantwortung des Uelzener Amtes erheblich beschnitten werden würde und es künftig allein für den ESK zuständig sein könnte. Damit hätte laut Otte die Gefahr bestanden, dass das WSA dauerhaft in seinem Bestand gefährdet gewesen wäre. Der Christdemokrat hatte in vielen Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium darauf gedrungen, den östlichen Mittellandkanal weiterhin Uelzen zuzuordnen. „Denn dies entspricht dem Warenstrom, der in diesem Bereich in der Regel über den ESK abgewickelt wird.“

Wiederholt hatte es Termine im WSA Uelzen mit der Leitung und dem Betriebsrat gegeben. „Dort wurde deutlich, dass eine Dienstleistung aus einer Hand für die Binnenschiffer von hoher Bedeutung ist. Ein Transport mit wechselnden Zuständigkeiten innerhalb einer kurzen Strecke wäre nicht zielführend“, so Otte. Der Politiker hatte nach eigenen Worten „seine guten Verbindungen in das Bundesverkehrsministerium genutzt“, um auch den Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemannn zu einem persönlichen Gespräch ins WSA Uelzen einzuladen. Im August 2011 habe sich Ferlemann vor Ort von der guten, hoch motivierten Arbeit dieses Amtes überzeugt. Zugleich hatte Otte auf die Bedeutung des WSA für die Stadt Uelzen hingewiesen. Tenor: Man könne in der Region auf diese qualifizierten Arbeitsplätze nicht verzichten.

„Ich danke insbesondere der Leitung des WSA Uelzen und seinen Mitarbeitern für die konstruktive Arbeit und das Miteinander, um das Ziel zu erreichen, das WSA Uelzen dauerhaft zu sichern. Der erhebliche Zuwachs an Verantwortung nach Norden und Osten ist auch eine Anerkennung für die Arbeit des WSA Uelzen“, betonte Otte am Mittwoch.

Beim WSA selbst, konnten und wollten sich die Verantwortlichen gestern noch zu keiner Stellungnahme durchringen. „Wir wissen noch nichts Offizielles“, hielt sich Martin Köther, Baudirektor und Chef des Standortes, zurück.

Von Andreas Becker

Kommentare