Wie beim Zahnarzt ...

. . . .  muss sich Uhlenköpers Patenkind gefühlt haben, als es im Auto seines Patenonkels saß. Dieser hatte dem Jungen nämlich gezeigt, wie der Fahrersitz elektrisch verstellbar ist.

Im Augenwinkel also beobachtete der Patenonkel den Kleinen, wohlwissend, dass der Autoschlüssel nicht im Zündschloss steckt. Mal ging der Sitz in Liegeposition, dann fuhr der Sitz nach vorne und die Lehne fast aufs Lenkrad. Jedenfalls schien der kleine Knirps jede Menge Spaß zu haben. Als der Uhlenköper dann am Abend in sein Auto steigen wollte, fiel ihm gleich auf: Hier stimmt was nicht. Doc, dass es rund drei Tage dauern wird, bis er seine Sitzposition wiederfindet, damit hat der Patenonkel nicht gerechnet. Viel süßer fand er aber die Feststellung seines Patenkindes: Dem nämlich wurde erklärt, dass die Patenschaft ja bei der Konfirmation endet. Da erwiderte der kleine Mann, dass sei ja egal, schließlich sei der Uhlenköper ja nicht nur sein Patenonkel, sondern sein Freund. Und die Freundschaft endet jawohl nicht mit der Konfirmation. Hier also das Versprechen des Uhlenköpers: Nein, die Freundschaft und Patenschaft wird nicht mit der Konfirmation beendet. Schließlich ist der Uhlenköper ja auch sehr eng mit dem Vater seines Patenkindes befreundet und diese Freundschaft ist ja auch schon seit mehreren Jahrzehnten nicht beendet worden – auch nicht mit der Konfirmation. Nur, ob der kleine Knirps auch künftig freie Auswahl bei der Sitzeinstellung im Auto haben wird, da ist er sich noch nicht so ganz sicher, der Uhlenköper.

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