Beim Flugtag auf dem Fliegerhorst zählen Veranstalter 20 000 Besucher

Staunen auf dem Faßberg

Viele Besucher ließen sich die Hubschrauber von innen zeigen – Hier steigen sie in den Transporthubschrauber „ Chinook“ ein.

Faßberg. Bis zu 20 000 Besucher zählte der Veranstalter beim Aero Space Day auf dem Faßberger Fliegerhorst.

Für die Zuschauer ein Hingucker: Fallschirmspringer landeten auf dem Faßberg-Areal. Fotos: Jansen

Kein normaler Tag der offenen Tür, wie ihn die Mitarbeiter aus früheren Jahren kennen, denn mit dem Aero Space Day präsentierte sich gebündelte Kompetenz am Standort: „Neben einem Querschnitt durch die deutsche Luft-und Raumfahrtindustrie, Technologie und Luftfahrzeuge zum Anfassen, technische Ausbildung zum Kennenlernen und erlebbaren Tourismus“, das will Oberst Peter Kraus, Kommandeur der Technischen Schule der Luftwaffe in Faßberg beim Aero Space Day präsentieren. „Wir wollen den reizvollen Kontrast von Hochtechnologie in der anmutigen Lüneburger Heide sichtbar machen. “ Damit bot der Standort seinen Gästen einen informativen, aufschlussreichen sowie unterhaltsamen Familientag. Aber das zweitausend Fussballplätze große Gelände wurde für einen Tag auch zum Mekka von „Spottern“ – Liebhaber, die mit großer Leidenschaft technische Objekte und Anlagen fotografieren, die man als Laie und Außenstehende nie zu sehen bekommt.

Kapitän Thorsten Petersen stellt Grundlagen der Aero-Dynamik vor: Markus Pape (8) und seine Mutter Birgit beobachten genau.

Mit Bratwurst und Eis auf der Faust spazierten Besucher zwischen Seeaufklärer, Kampfjet, Transporthubschrauber und Drohne, ließen sich die zur Präsentation „sezierten“ Triebwerke erklären und mit technischen Daten und Fakten füttern, deren Namen man aus den Nachrichten weiß. „Uns hat es interessiert , was hier hinter dem Zaun zu sehen ist“, erzählt ein Besucher aus Hamburg, der seine Freundin in der Heide besucht. Viele Angehörige der rund 3500 Tagespendler, die am Stützpunkt arbeiten oder ausgebildet werden, nutzten die Gelegenheit, sich ein Bild von dem zu machen, was Vater, Bruder oder Onkel – denn überwiegend sind Männer in Faßberg beschäftigt – bei ihrer täglichen Arbeit oder Ausbildung in Faßberg erleben. „Ich möchte da einmal drin sitzen“, bettelt der kleine Steven beim Offizier, andere wollen lieber mal den seit Jahrzehnten im Einsatz befindlichen Mehrzweckhubschrauber Bell UH-1D von innen sehen. „Machste mal ein Foto von mir,“, fragt der großgewachsene Flugzeugfan seine Frau. Zwischen dem französischen und dem deutschen Tiger ist gerade noch Platz. Diese beiden so genannten „Unterstützungshubschrauber“ sind im Wesentlichen gleiche Kampfhubschrauber, die dann mit weiteren Eigenschaften als „Unterstützungshubschrauber“ konzipiert worden waren. Die Ähnlichkeit sollte beiden Nationen eine kosteneffiziente gemeinsame Schulung und Wartung gewährleisten. „In der Wartung sind wir die besten“, erklärt ein Mitarbeiter der Instandhaltung, „da lassen sich inzwischen die Amerikaner bei uns schulen.“

Obwohl auf spektakuläre Flugshows verzichtet wurde, kamen hier Modellfluggeräte zu Ehren und die Demonstration von Brandbekämpfung Smokey mit Bell UH-1D wurden gerne angenommen und die Fallschirmspringer erhielten begeisterten Applaus.

Von Angelika Jansen

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