Geplantes Pflegequartier: Investor wartet noch darauf, Eigentümer der Fläche zu werden

Baustart an Veerßer Klinik steht noch aus

Im Februar waren die Bäume des Parks an der Veerßer Klinik gefällt worden, inzwischen wächst wieder Grün auf der Fläche. Noch steht nach Angaben des Projektentwicklers der Eigentümerwechsel aus, bevor es zu einem Baustart kommt.
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Im Februar waren die Bäume des Parks an der Veerßer Klinik gefällt worden, inzwischen wächst wieder Grün auf der Fläche. Noch steht nach Angaben des Projektentwicklers der Eigentümerwechsel aus, bevor es zu einem Baustart kommt.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Wann wird es einen Spatenstich für das Wohn- und Pflegequartier auf dem Gelände der Veerßer Klinik geben? Gut ein halbes Jahr nach den Baumfällungen wartet der Projektentwickler noch darauf, Eigentümer der Fläche zu werden.

Uelzen-Veerßen – Es ist buchstäblich Gras über die Sache gewachsen. Ende Februar waren im Vorgriff zum geplanten Bau eines Wohn- und Pflegequartiers auf dem Gelände der Veerßer Klinik Bäume gefällt worden, was Proteste auslöste. Der Projektentwickler „Magna Care“ stellte seinerzeit einen Baustart noch in diesem Jahr in Aussicht. Diesen hat es bislang nicht gegeben, und die gerodete Fläche ist inzwischen wieder mit Grün bewachsen. Im städtischen Bauausschuss ist jetzt in öffentlicher Sitzung das Thema aufs Tapet gebracht worden.

Es ist Ratsherr Fred Müller (SPD), der sich nach dem Sachstand erkundigt, und Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull, der ausführt, dass es nach wie vor die Pläne für das Wohn- und Pflegequartier gebe. Warum die Arbeiten bisher nicht gestartet sind? Die Grundstücksverhältnisse seien noch nicht abschließend geklärt, so Scheele-Krogull im Ausschuss.

Gegenüber der AZ äußert sich auf Nachfrage der Geschäfstführer von „Magna Care“, Tim Sauer, wie folgt: „Wir sind noch nicht Eigentümer der Fläche.“ Und: „Wir starten, sobald wie möglich.“

Verkäufer des Geländes ist der Ebstorfer Zahnmediziner Dr. Norbert Schmedtmann, der eigentlich die Veerßer Klinik wiederbeleben wollte. Die Pläne waren, wie berichtet, geplatzt, als die 18 Betten des Hauses nicht wieder in den niedersächsischen Krankenhausplan aufgenommen wurden.

Im August 2020 deutete er dann erstmals gegenüber AZ Gespräche mit einem Investor an, mit dem es eine andere Lösung für das Areal an der Celler Straße gebe. Er sei, so sagt Schmedtmann jetzt, zuversichtlich, dass in drei bis vier Wochen die Eintragung in Grundbuch vollzogen sei – der formale Akt, mit dem der Eigentümerwechsel erfolgt.

Dass es zu Verzögerungen gekommen sei, habe er nicht zu verantworten, diese rührten noch aus Eigentumsverhältnissen her, bevor er sich dort eingebracht habe.

Veerßens Ortsbürgermeister Ernst von Estorff spricht gegenüber der AZ von einer „schwer durchschaubaren“ Lage. Die Situation empfindet er als unbefriedigend. Bei jeder Gelegenheit werde er von den Einwohnern Veerßens auf die jetzt brachliegende Fläche und das Projekt angesprochen, ohne wirklich klare Aussagen treffen zu können. Er meint, dass es nun an der Zeit sei, das Projekt zu realisieren. „Wenn die das schon umgeholzt haben, dann sollte es jetzt auch losgehen“, so von Estorff.

Die Baumfällungen im Februar hatten Ortsbewohner auf den Plan gerufen. Grablichter waren aufgestellt und Protestschilder und ein Holzkreuz am Bauzaun befestigt worden. Das Kreuz hängt noch bis heute.

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