64-Jähriger fordert Schadenersatz

Gab es Behandlungsfehler? Uelzener verklagt Klinikum

Anton Brtschitsch (rechts), hier mit seinem Anwalt Markus Steinkamp, fordert Schadenersatz.
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Anton Brtschitsch (rechts), hier mit seinem Anwalt Markus Steinkamp, fordert Schadenersatz.

Uelzen – Der 64-jährige Uelzener Anton Brtschitsch fordert nach einem Aufenthalt im Herbst 2016 im Uelzener Helios-Klinikum Schadenersatz in Höhe von gut 30 000 Euro. Er wirft dem Klinikum Behandlungsfehler vor.

Seit gestern verhandelt die zweite Zivilkammer des Lüneburger Landgerichts seine Klage. Ein Gutachter, der zum Auftakt zu Wort kommt, sieht keine Behandlungsfehler.

Anton Brtschitsch ist dem Tod nur knapp entkommen. Wenige Monate nach einer Bestrahlungs- und Chemotherapie zu einem Tumor im rechten Lungenflügel wird er Ende September, Anfang Oktober 2016 wegen Fieberschüben im Uelzener Klinikum behandelt. Dort entwickelt sich, nach Ausführung des Gutachters, im linken Flügel eine Lungenentzündung, und Keime wandern ins Rippenfell. Eine Operation erfolgt nach einer Verlegung ins Klinikum Celle. Anton Brtschitsch’ Leben hängt in diesen Stunden am seidenen Faden, zweimal muss er reanimiert werden.

So weit, sagt Anton Brtschitsch heute, hätte es nicht kommen müssen, wenn das medizinische Personal im Uelzener Klinikum ihn und seine Beschwerden ernster genommen und schneller reagiert hätte. „Ich habe von Anfang an gesagt, ich habe Schmerzen“, so der Kläger vor Gericht. Im Detail befasst sich die zweite Zivilkammer am Landgericht gestern mit Entzündungswerten und deren Erhebung sowie mit den Umständen der Verlegung des Patienten nach Celle.

Noch im November könnte im Rechtsstreit ein Urteil gefällt werden. Mehr zu dem Thema lesen Sie heute (05.11.) in der gedruckten Ausgabe der AZ sowie im E-Paper.

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