Begrünte Bänke in den Marktstraßen

Das Planungsbüro Kreikenbaum und Heinemann beginnt mit den detaillierten Planungen von Sitzelementen für die Marktstraßen in der Uelzener Innenstadt.

Uelzen. Noch ist die Tempo-10-Zone auf den Marktstraßen mit den Blumenkübeln ein Provisorium. Der städtische Ausschuss für Stadtplanung hat in seiner Sitzung am Dienstagabend bereits entschieden, dem Planungsbüro Kreikenbaum und Heinemann den Auftrag für die weitere Ausarbeitung dieser Situation zu erteilen. Baudezernent Karsten Scheele-Krogull stellte die bisherigen Ideen vor.

Demnach könnten künftig an den Stellen der Straßenlaternen jeweils runde Sitzelemente in die Fahrbahnen der Lüneburger und Veerßer Straße hineinreichen. Zur Hälfte werden sie mit Grün bepflanzt, die andere Hälfte soll eine Sitzgelegenheit mit Blick zu den Schaufenstern der anliegenden Geschäfte bieten, erläuterte Scheele-Krogull. Die Straßenlaterne würden nach diesen Plänen den Mittelpunkt des Objektes bilden. Derzeit wird mit einer Bepflanzung geplant, die weniger pflegeintensiv ist, da sonst zusätzlich Patenschaften für die regelmäßige Bewässerung gesucht werden müssen.

Wie auch in der jüngsten Sitzung der Arbeitsgruppe für den Entwicklungsbereich Innenstadt angeregt wurde, plant das Büro außerdem mit zusätzlichen Kübeln eine Art Schranke für den Eingangsbereich der Marktstraßen. Die Torsituationen an der Lüneburger Straße auf Höhe des Hotels Uelzer Hof und an der Veerßer Straße/Ecke Turmstraße sollen somit einheitlich gestaltet werden. Autofahrer würden dann weiterhin Zugang zu den Straßen in der Innenstadt finden, wären aber am Anfang der Marktstraßen direkt zum geringeren Tempo gezwungen.

Ursprünglich war diese so genannte flexible Schranke auch für die Gudesstraße angedacht. Nach Ausweitung der Tempo-10-Zone auf diese Straße waren jedoch wegen der Rückstaus bereits in der vergangenen Woche die provisorischen Kübel am Beginn der Fahrbahn wieder entfernt worden.

FDP-Ratsherr Gerald Röpe hielt in der Ausschusssitzung mit seiner einzige Stimme dagegen, dass das Planungsbüro bereits jetzt den Auftrag erhält. Er verwies darauf, dass noch nicht feststehe, ob die aktuelle Verkehrssituation in den Marktstraßen dauerhaft gewünscht ist.

Die Stadt erwartet Gesamtkosten in Höhe von rund 200 000 Euro für die Verkehrsberuhigung der Innenstadt. „Wir gehen davon aus, dass wir noch im Frühherbst den Zuschussbescheid bekommen“, erklärte Scheele-Krogull auf AZ-Nachfrage. Wann die geplanten Verkehrshindernisse dann tatsächlich realisiert werden könnten, ist daher noch offen.

Die Tempo-10-Zone wurde auch schon auf die Rademacher- und die Schmiedestraße ausgeweitet. Hier soll ebenfalls zunächst beobachtet werden, ob die starke Geschwindigkeitsreduzierung notwendig ist. Zuvor galten in beiden Straßen 30 Stundenkilometer. In diesen Abschnitten werden aber „mit Sicherheit keine Blumenkübel“ aufgestellt, stellte der Baudezernent klar. Die Fahrbahn lasse dort ohnehin kein viel höheres Tempo zu.

Von Diane Baatani

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