Begegnungen mit Respekt

Mit einem Familienfest wurde die Jubläumsfeier am gestrigen Sonntag fortgesetzt.

Uelzen-Molzen - Von Barbara Kaiser. Zu reden sei nicht ihr Ding, sagte Diplomsozialarbeiterin Ina Huppert, die Leiterin der Frühförderstelle Uelzen, auf dem Empfang, der den 25. Geburtstag dieser Einrichtung feierte. Dabei waren Erfolge zu vermelden in den mit viel Spielzeug ausgestatteten Räumen an der Gartenstraße. Huppert umriss sie und nannte einige Grundsätze für die Arbeit, die eine ganz junge Klientel als Zielpersonen sieht.

Zwischen null und drei Jahren sind die Kinder, deren Eltern hier Rat suchen. Alle Entwicklungsverzögerungen von Kleinkindern in Sprache, Bewegung oder im emotionalen Verhalten, die eine unklare Ursache haben, werden durch die fünf pädagogischen Fachkräfte betreut. Spricht beispielsweise ein Zweijähriger kaum, so kann die Ursache ein geschädigter Hörapparat sein, genauso aber auch mangelnde Zuwendung, Anregung, Aufforderung.

Rund 70 Kinder bis sechs Jahre erfahren Hilfe in der Frühförderstelle, die vom Landkreis finanziert und vom Elternverein (Kreisvereinigung Uelzen) getragen wird. Immer werden die Kinder zu Hause in ihrem Umfeld betreut, berichtet Ina Huppert, „weil wir die Familie als komplexes System wahrnehmen.“ Die Arbeit sei stets Beziehungsarbeit, eine Arbeit des sich aufeinander Einlassens. „Frühförderung leistet seinen Beitrag für die Teilhabe am Leben der Gemeinschaft“, ergänzt die Leiterin ihre kurze Rede. „Sie ermöglicht Begegnungen und ist immer interdisziplinär.“ Bei der Beschäftigung mit den Kindern lerne man, den Blick auf das Wesentliche zu richten, denn das „Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“, zitiert sie am Schluss aus dem „Kleinen Prinzen“.

Und weil Frühförderung auf jeden Fall Mitmachen bedeutet, sangen auf dem Empfang alle Gäste das Lied über die Vorfreude eines Kindes auf die „Frühfördertante“, die so schön mit ihm spiele.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare