Bedrohung mit einer Waffe: Landgericht verurteilt jungen Uelzener zu Geldstrafe

„Es machte kurz ,klick’“

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Er soll an der Oldenstädter Straße in Uelzen „auf einmal eine Waffe aus dem Auto“ geholt und eine Gruppe junger Menschen damit bedroht haben. Dafür wurde ein Uelzener jetzt verurteilt. (Symbolfoto)

aja Uelzen/Lüneburg. Er soll an der Oldenstädter Straße in Uelzen „auf einmal eine Waffe aus dem Auto“ geholt und eine Gruppe junger Menschen damit bedroht haben:

Das Landgericht Lüneburg verurteilte einen jungen Mann aus Uelzen in einem Berufungsverfahren wegen Bedrohung zu 450 Euro Geldstrafe. Zugleich musste er sich noch wegen anderer Vorwürfe wie Vergewaltigung und Drogengeschäfte verantworten.

Bei der Geldstrafe gehe es um „ein Gefährdungsdelikt, bei dem es genügt, dass der Täter anderen Personen damit droht, eine Straftat zu begehen“, erklärte der Staatsanwalt. Alle Zeugen sagten übereinstimmend aus, dass der Angeklagte, an einem Abend im Oktober 2012 eine Waffe aus dem Auto holte und sie damit bedrohte. Es sei dunkel gewesen, nur eine Straßenlaterne habe geleuchtet. „Der Gegenstand in seiner Hand hatte eine leichte L-Form und es machte kurz ,klick’, als ob eine Waffe entsichert würde“, belastete ein Zeuge den Angeklagten, der einige Wochen zuvor noch zum Freundeskreis gehört habe. „Der Gegenstand in seiner Hand schimmerte schwarz, und ein kleines Stück guckte vorne heraus“, bestätigt ein anderer Zeuge.

Während ein Zeuge nach dem anderen im Zeugenstand beinahe wörtlich den Anklagevorwurf bestätigte, präsentierte sich der Berufungskammer eine verworrene Geschichte um Liebe, Gewalt und Intrigen. Demnach zogen der Angeklagte und seine Lebensgefährtin den Freundeskreis in die Streitigkeiten hinein, nachdem er sich von ihr getrennt hatte und das Mietverhältnis der ehemals gemeinsamen Wohnung ungeklärt blieb. Seither gibt es zahlreiche Anzeigen gegen den Angeklagten, die allesamt aus der Luft gegriffen seien, „ein Komplott“, erklärte sein Verteidiger Rechtsanwalt Dirk Offermann. Er prüfe die Revision.

Doch die Berufungskammer erkannte ebenso wie das Amtsgericht Uelzen, das den Angeklagten schon in erster Instanz verurteilt hatte, dass er sich einer Straftat schuldig gemacht habe, und verurteilte ihn daher zur Geldstrafe.

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