Klare Erkenntnisse bleiben bei Ausschusssitzung aus / Viele Fragebögen fehlen

Bedarf an Betreuung ist da

Für Grundschüler gibt es Betreuungsbedarf. Eine Studie vom Familienservice-Büro geht davon aus. Mehrere Möglichkeiten sollen geschaffen werden. Foto: dpa

Uelzen. Zu welchen Uhrzeiten ist Betreuung erforderlich? Wie werden die Kinder nach dem Schulunterricht betreut – im Hort, von Nachbarn oder Großeltern? Wie viele Geschwister haben die Schüler? Fragen wie diese mussten alle Eltern der Grundschulen in Uelzen beantworten, da daraus der Bedarf an Betreuungsplätzen für den Nachmittag ermittelt werden soll.

Nur 19 Prozent haben an der Befragung teilgenommen. „Eine Momentaufnahme“, präsentierte Petra Heinzel vom Familienservice-Büro der Stadt Uelzen mit den Ergebnissen der Elternbefragung zum Betreuungsbedarf von Grundschülern. Das Ergebnis könnte im nächsten Monat schon ein anderes sein, schickte sie im Ausschuss für Generationenfragen, Integration, Soziales und Sport voraus. „Denn die Lebensumstände, insbesondere die Erwerbssituation, kann sich für Arbeit suchende Eltern tagtäglich ändern. “ Sei es nun durch die Aufnahme einer Tätigkeit oder die Übernahme anderer Aufgaben am Arbeitsplatz. Auch der Wechsel von einem normalen Dienst zum Schichtdienst könne den Bedarf für die Betreuung von Kindern im Grundschulalter schnell ändern.

Das Familien-Servicebüro hatte den Fragebogen zusammengestellt, um den Bedarf festzustellen. „Auch der Rücklauf der Fragebögen sei nicht repräsentativ“, teilte sie mit, weil es sein könne, dass der eine oder andere Fragebogen immer noch in der Schultasche liegt oder Eltern sich nicht angesprochen fühlten, die für die Betreuung ihrer Kinder schon eine Lösung gefunden haben. „Daher muss davon ausgegangen werden, dass grundsätzlich an allen Schulen ein Bedarf besteht.“

In einigen Schulen oder in deren Nähe gibt es schon Betreuungsmöglichkeiten, die nach den jetzigen Erhebungen eventuell ausgebaut werden müssten. An anderen Grundschulen soll nun geklärt werden, wie der zusätzliche Raumbedarf gedeckt werden könne. „Wir waren im Vorfeld davon ausgegangen, dass interessierte Anbieter das wirtschaftliche Risiko tragen“, warf Henning Gröfke ein, wobei die Stadt sich gegebenenfalls durch Raumüberlassung und im Rahmen der Raumnebenkosten an den Kosten beteiligen könne.

Das Familienservice-Büro unterstützt Elterninitiativen, die sich für die Betreuung ihrer Grundschulkinder einsetzen. Es berät aber auch private Anbieter von Betreuungsleistungen und vermittelt Tagesmütter an Eltern und auch Eltern an Tagesmütter. „Die Verwaltung arbeitet an den verschiedenen Baustellen“, versicherte Petra Heinzel. Sie meint, mit Blick auf den Beginn des neuen Schuljahres im September, noch gut im Zeitplan zu liegen.

Von Angelika Jansen

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