An Wilhelm-Seedorf-Straße soll großer Campus für Berufsschüler entstehen

Uelzen: BBS-Neubau für 25 Millionen Euro

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An der Wilhelm-Seedorf-Straße in Uelzen existiert bereits ein BBS-I-Standort. Mit neuen Schulgebäuden würde er erweitert.

Uelzen. Im Kellergeschoss brechen immer wieder Wasserrohre und in den oberen Stockwerken ist der Unterricht bei bis zu 28 Grad Innentemperatur wegen eines fehlenden Sonnenschutzes im Sommer für die Berufsschüler eine Tortur:

Damit soll auf absehbare Zeit nun Schluss sein – die Tage des BBS-I-Standortes an der Uelzener Scharnhorststraße scheinen gezählt.

Das Gebäudemanagement hat nun im Kreisschulausschuss ein Konzept für einen Neubau an der Wilhelm-Seedorf-Straße vorgestellt, das großen Anklang fand. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, dass die Planungen dazu vorangetrieben werden sollen. Bereits 2020 könnte Spatenstich sein. Die erste Kostenschätzung: rund 25 Millionen Euro. „Wir können hier einen großen Wurf schaffen“, sagte Schulausschussmitglied Ulf Schmidt (CDU).

An der Wilhelm-Seedorf-Straße existiert bereits ein BBS-I-Standort, auf dessen Areal auch gebaut würde. Es entstünde – mit der BBS II an der nahegelegenen Esterholzer Straße – ein regelrechter Campus für Berufsschüler. Der alte Schulbau an der Scharnhorststraße gilt seit Längerem als sanierungsbedürftig. Das Gebäudemanagement hatte in den vergangenen Monaten den Auftrag, verschiedene Konzepte zu erarbeiten – eine Sanierung des Standorts Scharnhorststraße wäre zwar auch denkbar, würde aber, wie Christian Pfefferling vom Gebäudemanagement erklärte, genauso teuer wie ein Neubau an der Wilhelm-Seedorf-Straße. Hinzu kämen dann noch die Kosten für das vorübergehende Auslagern der Werkstätten für die Bereiche Kfz und Ernährung. Der Neubau an einem komplett anderen Standort wäre nach Kalkulation des Gebäudemanagements die teuerste Lösung – 34 Millionen Euro veranschlagten die Planer.

Von Norman Reuter

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