Celle-Uelzen Netz: Schritt nach schlechter Bewertung durch Bundesnetzagentur

SVO baut Stellen ab

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Als sich im vergangenen Oktober das erste Mal Stellenstreichungen bei der Celle-Uelzen Netz GmbH ankündigten, demonstrierten 50 Mitarbeiter der Uelzener Niederlassung.

Uelzen/Landkreis. Die Celle-Uelzen Netz GmbH, die zur SVO-Holding gehört und das Stromnetz in den Kreisen Uelzen und Celle betreibt, wird Stellen abbauen. In Uelzen unterhält sie eine Niederlassung mit 70 Mitarbeitern.

Wie Dr. Ulrich Finke, Geschäftsführer des Unternehmens, gegenüber der AZ sagte, sei dieser Schritt nach einer Effizienz-Bewertung des Betriebes durch die Bundesnetzagentur erforderlich. Was sich bereits im Herbst 2013 andeutete, zu einer Demonstration von 50 Beschäftigten in Uelzen führte, ist damit nun bestätigt.

Stellung dazu nehmen, wie viele Stellen gestrichen werden, wollte das Unternehmen nicht. Geschäftsführer Finke sagte, dass nach „sozialverträglichsten Lösungen“ in Absprache mit dem Betriebsrat gesucht werde. So wolle die Celle-Uelzen Netz GmbH das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern für den Stellenabbau nutzen. Zudem sollen mit zusätzlichen Dienstleistungen die Streichungen so gering wie möglich gehalten werden. So verfüge das Unternehmen über qualifizierte Mitarbeiter, die Transformatoren von Biogas- oder Photovoltaikanlagen warten könnten, sagte Finke. Eine Aufgabe, die von Anlagenbetreibern an Drittunternehmen abgegeben werden. „Wir als Netzbetreiber können dies auch“, so Finke. Das Ziel sei, bei künftigen Effizienz-Bewertungen wieder besser abzuschneiden.

Bei einer solchen Bewertung nimmt die Bundesnetzagentur Einnahmen wie Ausgaben in den Blick und benennt die maximalen Erlöse, die Netzbetreiber erwirtschaften können. Für das Unternehmen selbst überraschend sei bei der jüngsten Begutachtung nur ein Wert von etwas mehr als 83 Prozent erreicht worden, erklärte Finke.

Von Norman Reuter

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