Interesse am 40-Millionen-Euro-Projekt des Landkreises ist bislang eher gering

Wer baut das neue Uelzener Kreishaus?

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Die Fläche für das neue Kreishaus ist bereits geräumt worden – zurzeit gestaltet sich die Suche nach einem Unternehmen, das das neue Verwaltungsgebäude baut, schwieriger als gedacht.

Uelzen. Die Suche nach einem Unternehmen, das für die rund 400 Mitarbeiter des Landkreises Uelzen an der Eschemannstraße ein neues Verwaltungsgebäude konzipiert und hochzieht, gestaltet sich schwieriger als gedacht:

Ein erster Anlauf in diesem Frühjahr führte nicht zum gewünschten Erfolg, wie Baudezernent Frank Peters nun im Ausschuss für Kreisplanung und Hochbau mitteilte.

Aus einem Pool von mindestens drei bis sechs Unternehmen, die sich vorstellen können, das Millionenprojekt zu realisieren, will der Landkreis eine Auswahl treffen – um dann auserkorene Firmen damit zu beauftragen, für die Verwaltung ein Gestaltungskonzept zu erarbeiten. Wer als Unternehmen ausgewählt werden will, muss belegen, dass er auch in der Lage ist, ein solches Projekt realisieren zu können – der Landkreis will das Gebäude schlüsselfertig übergeben bekommen.

Bislang haben wir erst zwei Interessenten

Während einer ersten Meldephase von Anfang April bis Anfang Mai haben laut Peters lediglich zwei Betriebe ihr Interesse bekundet – zu wenig, zumal bei einem Bewerber auch noch Zweifel bestehen würden, ob er tatsächlich die gestellten Anforderungen des Landkreises erfülle, so Peters.

Warum sich nur so wenige Unternehmen meldeten, sehen Landkreis und die Beraterfirma VBD, die die Verwaltung bei den Kreishaus-Neubauplänen unterstützt, im gewählten Zeitraum begründet. In diesen seien Feiertage gefallen.

Der Landkreis will einen zweiten Versuch unternehmen. Von Ende Juni bis Anfang August haben Unternehmen nun noch einmal die Gelegenheit, sich zu melden. „Für ein solches Projekt gibt es durchaus Interesse“, so Peters.

Wegen der erneuten Suche kommt zu einem Verzug von acht Wochen. Ein erster entworfener Zeitplan sieht vor, dass im ersten Quartal 2021 das neue Kreishaus bezogen wird. Es wird mindestens 40 Millionen Euro kosten.

Von Norman Reuter

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