Händler klagen über Umsatzeinbußen

Baustelle verschreckt die Kunden

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Mitten in der Uelzener Fußgängerzone entsteht ein Wasserlauf. Die Bauarbeiten gehen Geschäftsinhabern zu langsam voran.

Uelzen. Die Form des Wasserlaufs in der Uelzener Fußgängerzone ist bereits an den ersten verlegten Steinen zu erkennen. Inhabern anliegender Geschäfte gehen die Bauarbeiten aber nicht schnell genug voran.

Sie klagen über hohe Umsatzeinbußen, weil sie auf dem schmalen Weg zwischen dem Bauzaun und ihren Hauseingängen keine Tische aufstellen oder Ware präsentieren können.

„Ich habe 50 bis 75 Prozent weniger Gäste“, sagt Dincer Ural vom Eiscafé Kirsch. „Die Bauarbeiten müssen gemacht werden“ – aber die Umgestaltung sollte mit höherem Tempo durchgeführt werden, fordert er. So könne auf der Baustelle länger als bis 16 Uhr gearbeitet werden. Oder die Fußgängerzone hätte abschnittsweise aufgerissen werden können, findet Ural.

Carlet Donatella aus dem Eiscafé Dolomiti sieht das ähnlich. Sie ist der Meinung, dass die doppelte Zahl an Arbeitskräften auf der Baustelle eingesetzt werden könnte. Donatella spürt 20 bis 30 Prozent weniger Kundschaft. „Die Miete muss man trotzdem bezahlen, aber die Menschen kommen nicht.“ Sonntags hat sie deshalb nun schon geschlossen.

Den nächsten Arbeitsschritten sehen Donatella und Ural ebenso wie Hans-Eckhardt Böttcher, Inhaber einer Reinigung, mit Sorge entgegen. Nach Angaben der Stadt sollen auch die Lichtschächte entlang der Häuser erneuert werden. Die Stadt erklärt jedoch auf AZ-Nachfrage, dass lediglich von der Mitte eines Eingangs bis zum nächsten gearbeitet werden soll, so dass der Zugang weiterhin möglich sei.

Böttcher habe versucht, mit der zuständigen Firma Hoppe über die Arbeitszeiten zu diskutieren. „Ich habe etwas anderes erwartet“, sagt er. „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Bauleiter Julian Fischer hingegen weist auf die 40-Stunden-Woche hin. Für die Baumaßnahme sei bereits ein enger Zeitrahmen angesetzt.

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