DRK wird Betreiber / Nachbarkreis will eigene Außenstelle

„Baustart“ für Impfzentrum an der Uelzener Stadthalle

In der Stadthalle ist ab heute eine Messebau-Firma damit beschäftigt, die Impfstraßen anzulegen.
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In der Stadthalle ist ab heute eine Messebau-Firma damit beschäftigt, die Impfstraßen anzulegen.
  • Norman Reuter
    vonNorman Reuter
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Uelzen/Lüchow – Die Messebauer sind für 8 Uhr angekündigt: Von heute an wird die Uelzener Stadthalle in ein Corona-Impfzentrum umfunktioniert.

Das Uelzener DRK wird, sobald ein Impfstoff zugelassen ist und ausgeliefert werden kann, für den Betrieb des Zentrums zuständig sein. Dafür benötigte Kranken- und Altenpfleger, Notfallsanitäter sowie medizinische Fachangestellte sucht das DRK derzeit schon über eine entsprechende Ausschreibung. Das Land wird die Ärzte stellen.

„Zu Beginn ist landesseitig zunächst eine Impfstraße vorgesehen“, erklärt der Landkreis Uelzen gestern gegenüber der AZ. Von 20 Impfungen pro Stunde werde in der Impfstraße ausgegangen. Zusätzlich soll es, wie berichtet, zwei mobile Einsatzteams geben, die Menschen in Alten- und Pflegeheimen Spritzen setzen. Ein solches mobiles Team bestehe aus drei Kräften. Für jeweils eine Impfstraße in der Stadthalle würden zwischen 15 und 20 Männer und Frauen beschäftigt, so der Landkreis Uelzen.

Das Impfzentrum entsteht für die beiden Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg, in denen etwa 141 000 Menschen leben. Gerade mit Blick auf die langen Wege und den ÖPNV war dem Land auch eine kleinere Impfstation in Dannenberg vorgeschlagen worden. In der Genehmigung des Landes zum Impfkonzept ist davon keine Rede mehr.

Wie der Landkreis Lüchow-Dannenberg gestern auf Nachfrage erklärt, bemühe er sich beim Land weiter um eine „notwendige und sachgerechte Entscheidung“ in der Angelegenheit. Mit Blick auf die langen Anfahrtszeiten nach Uelzen, insbesondere aus dem östlichen Bereich Lüchow-Dannenbergs, und mit Blick auf die schwierige ÖPNV-Anbindung hält der Nachbarkreis die Außenstelle in Dannenberg nach wie vor für notwendig. Der Kreistag werde in der kommenden Woche dazu auch eine Resolution beschließen, heißt es aus Lüchow.

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