Gorleben: Bauernverband untersucht landwirtschaftliche Produkte

Strahlung bleibt in Maßen

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Keine besonderen Auffälligkeiten: Die Bezirksstelle Uelzen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen überwachte ein Jahr die Umgebung rund um das Zwischenlager in Gorleben.

no Gorleben/Uelzen. Gute Nachrichten für Verbraucher und vor allem Landwirte in Gorleben: Die in der Region erzeugten Lebensmittel sind durch den zwischengelagerten Atommüll nicht zusätzlich radioaktiv belastet.

Bei einer Zusammenkunft auf Einladung der stellvertretenden Geschäftsführerin des Bauernverbandes Nordostniedersachsen, Urte Rötz, und dessen Vorsitzenden Adolf Tebel mit Vertretern der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS), der Landwirtschaftskammer und der Lufa Nord-West wurde deutlich, dass in den in unmittelbarer Umgebung des Zwischenlagers Gorleben vorhandenen sogenannten Umweltmedien keine höheren radiologischen Aktivitäten festzustellen sind. Dies haben Ergebnisse von Proben gezeigt, die im Informationszentrum der Zwischenlager-Betreiberin GNS in Gorleben den beteiligten Landwirten von der Lufa vorgestellt wurden. Hintergrund: Auf Initiative des Bauernverbandes Nordostniedersachsen wurden die Lufa Nord-West und die Landwirtschaftskammer, Bezirksstelle Uelzen, mit einer ergänzenden Umgebungsüberwachung für das Jahr 2012 beauftragt. Untersucht wurden Boden, Gras, Mais, Getreide, Raps, Kartoffeln, Zuckerrüben, Milch, Obst, Wasser, Nadeln und Laub von insgesamt 14 landwirtschaftlichen Betrieben in einem Umkreis von fünf Kilometern um das Zwischenlager. Auch Früchte und Gemüse aus Gärten hatte das Labor untersucht. 40 000 Euro hat die Untersuchung gekostet – bezahlt von der GNS. Alle Proben wurden gammaspektrometrisch und auf die Aktivität von Strontium 90 hin untersucht, Wasser zusätzlich auf die Aktivität von Tritium. Alle gefundenen Aktivitäten sind vergleichbar mit denen des gesamten Bundesgebietes und vorhandene Werte auf Kernwaffenversuche der 60er Jahre und das Reaktorunglück in Tschernobyl zurückzuführen. Erhöhte Strahlung durch die Anlagen des GNS-Werkes sind weder erkennbar noch nachweisbar. Die zusätzliche Umgebungsüberwachung soll fortgesetzt werden.

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