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Bau-Marathon in Uelzen: Brücken, Stellplätze, neue Laternen & Co.

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Von: Norman Reuter

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Ein ICE rauscht heran. Die Brücke über die Gleise, die am Sportplatz von Holdenstedt den Ort mit Klein Süstedt verband, ist im September abgetragen worden. Nun soll in diesem Herbst in Stahlverbundkonstruktion eine neue errichtet werden.
Ein ICE rauscht heran. Die Brücke über die Gleise, die am Sportplatz von Holdenstedt den Ort mit Klein Süstedt verband, ist im September abgetragen worden. Nun soll in diesem Herbst in Stahlverbundkonstruktion eine neue errichtet werden. © Reuter

Eine Fülle von Baumaßnahmen stehen 2023 in Uelzen an. Ein Startschuss zum Bau-Marathon fällt in der übernächsten Woche mit der Umgestaltung der Heiligen-Geist-Straße. Die AZ stellt die wichtigsten Projekte für dieses Jahr vor.

Uelzen – Er hatte es zum Jahreswechsel in einem Video erklärt, das in sozialen Netzwerke veröffentlicht wurde, und auch in einem Online-Gespräch, zu dem die SPD eingeladen hatte: Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt kündigte für 2023 Investitionen in der Hansestadt an, die es in dieser Höhe in den acht Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg so nicht gegeben habe. Nach Auskunft der Stadtverwaltung handelt es sich um einen Betrag von „rund zehn Millionen Euro.“

Für was werden sie fließen? Die AZ stellt die wichtigsten Bauvorhaben in diesem Jahr vor:

Neubau der Langen Brücke:

Dass der Zahn der Zeit an der Langen Brücke nagte, ist bei näherer Betrachtung deutlich zu erkennen. Die Stahlträger unter den Bohlen sind verrostet, Risse sind zu entdecken. „Die Brücke ist kaputt“ hat im September Frank Böker, Bauingenieur bei der Stadt, zusammengefasst. Die Verbindung von Schnellenmarkt zum Ilmenau-Ufer durch die Wiesen am Fluss soll erhalten bleiben. „Voraussichtlich ab Sommer 2023“ wird die Brücke inklusive der Fluss-Querung durch einen Neubau ersetzt, teilt die Stadt auf Nachfrage mit. Mit 3,50 Meter wird die neue Brücke breiter, mittig soll eine Plattform entstehen, die als Bühne genutzt werden kann.

P&R-Anlage am Bahnhof:

Zurzeit ist es eine Brache. Ende des Jahres soll aber damit begonnen werden, die Fläche zwischen Bahngleisen und Margaretenstraße als Park-and-Ride-Anlage herzurichten. Nach dem Abriss der alten Parkpalette, die schwere Baumängel aufwies, sollte am Hundertwasser-Bahnhof eigentlich ein neues Parkhaus hochgezogen werden. Bei zwei Entwürfen stiegen die Kosten letztlich über zehn Millionen Euro, die Politik zog 2022 die Notbremse. Ebenerdig werden nun 280 Stellplätze entstehen.

Gewerbegebiet Ripdorf Süd II:

Um Unternehmen kleinere Flächen für Ansiedelungen in der Hansestadt anbieten zu können, soll ein weiteres Gewerbegebiet entstehen – unweit der Ilmenau entlang der Straße Neu Ripdorf. Zuletzt war die Größe mit 3,1 Hektar angegeben worden. Im ersten Schritt steht die Entwässerung an, sie soll „voraussichtlich Ende 2023“ starten.

Sanierung von Straßen:

Das Wasser steht in den Schlaglöchern: Der Elersweg und der abzweigende Mithoffweg im Sternviertel befinden sich in keinem guten Zustand. Ab Sommer 2023 sollen sie saniert werden.

Die Lange Brücke durch die Ilmenau-Wiesen ist baufällig. Sie wird abgerissen und durch eine breitere ersetzt.
Die Lange Brücke durch die Ilmenau-Wiesen ist baufällig. Sie wird abgerissen und durch eine breitere ersetzt. © Reuter

Brücke zwischen Holdenstedt und Klein Süstedt

Zuletzt wurde die Brücke am Sportplatz von Holdenstedt über die Bahngleise wegen Schäden nur noch von Fußgängern und Radfahrern genutzt. Im September 2022 wurde sie abgetragen. Im Oktober 2023 ist nun geplant, ein neues Bauwerk für Fußgänger und Radfahrer in Stahlverbundkonstruktion zu errichten. Für diesen Monat ist die nötige Sperrzeit für die Bahnstrecke genehmigt worden.

Neue Laternen im Stadtgebiet:

Die Straßenbeleuchtung wird ab Sommer 2023 an der Siburgstraße, Hauenriede, am Stadtgut, Meisenstieg, Finkenstieg, Reiherstieg, Dohlenstieg, an der Mozartstraße und vom Meyerholztunnel bis Lindenstraße erneuert.

Wohnmobilstellplätze am O-See:

Am Oldenstädter See werden direkt neben dem großen Parkplatz am Kiosk fünf Stellplätze für Wohnmobile geschaffen. Baustart soll im Frühjahr sein. Mit den Stellplätzen soll die Parkplatzsituation geordnet und auch Rettungswege sichergestellt werden, denn in der Vergangenheit parkten Camper auf dem Platz, wie es ihnen gefiel.

Fahrradfreundlicher Umbau:

Ab den 23. Januar wird damit begonnen, die Achter- und Heiligen-Geist-Straße so zu pflastern, dass sie besser von Radfahrern und Fußgängern passiert werden können. Diese Maßnahmen sind mit Sperrungen verbunden, die Einfluss auf die Verkehrsführung haben werden (Siehe Seite 1). „Die Hansestadt steht im engen Austausch dazu mit dem Handel“, so die Auskunft aus dem Rathaus.

Trotz der Anzahl von Projekten, zu denen auch der barrierefrei Umbau von Bushaltestellen gehört, und der Investitionssumme von zehn Millionen Euro muss die Stadt nach eigenen Angaben keine Kredite aufnehmen. Es sei möglich diese durch die für die Hansestadt finanziell guten Jahre zu realisieren.

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