Premiere von „Rock am Rind“ gelungen

Bass und Beat im Bauernhof

Monoklub brachte Punk und Beat auf die Bühne.

Reinstorf. Mitten im Dorf eine Scheune, die zur Bühne wurde. Einer Bühne für Bands aus der Region, fürs Beste aus der Heide sozusagen.

Bauer Henning Bauck aus Reinstorf holte die Mucke ins Dorf, präsentierte Festival-Atmosphäre und gab dem Ganzen einen bleibenden Namen: „Rock am Rind“. Auf so einen Namen muss man erst kommen. Aus einer Bierlaune heraus wurde das Festival beim letzten „Elbe-Saiten-Skandal“ geboren und jetzt in die Tat umgesetzt.

Auf dem BioGut spielten bis um Mitternacht Eddy White und Owen Leeds aus Uelzen, Monoklub aus Hamburg, Mojo Runnin‘ aus Lüneburg und Mopilots aus Lüder und Schweimke. Alle hatten neben ihren Instrumenten auch gute Laune mitgebracht, so dass einem schönen Konzertabend nichts mehr im Wege stand. Die Rundum-Versorgung mit Getränken und bissfesten Leckereien tat ihr Übriges.

Eddy White präsentierten deutschsprachige Songs mit zumeist akustischen Gitarren, die gefühlvolle Melodien transportierten und Platz für Emotionen und Leidenschaften ließen. Seit knapp zwei Jahren spielen die Jungs zusammen und sind auf einem guten Weg. Viel länger ist auch das Trio aus Hamburg nicht zusammen. Monoklub brachten eine flotte Mischung aus Punk und Beat auf die Bühne und versahen das Ganze mit selbstironischen Texten.

Für die Musiker von Mopilots war die Reinstorfer Scheunenbühne so etwas wie ein Heimspiel: Aus den Gemeinden Lüder und Schweimke kommen die Herren im gesetzten Alter, die die Wurzeln ihres musikalischen Wirkens im ehemaligen Bodenteicher „Exil“ sehen. Sie liefen zu Hochform auf und brachten Stimmung unters Gebälk – Rock-Klassiker aus der Zeit vor 30 Jahren. Wummernde Bässe und verzerrte Gitarren. Das passte!

Allein die höchst gelungene Cover-Version „Radar Love“ der niederländischen Rock-Formation „Golden Earring“ war das Eintrittsgeld wert. Einfach nur genial!

Weiter ging es mit Owen Leeds, die sicherlich auch musikalische Vorbilder haben, letztendlich aber mit Eigenkompositionen aufwarten, die in gängige Melodien zum Mitwuppen eingepackt werden. Musik zum Mithören.

Den Schlusspunkt der langen Nacht setzten Mojo Runnin‘ mit einer erstklassigen Umsetzung vieler guter Rocksongs. Und wer von der echt guten Musik und einer kurzen Nacht noch mehr wollte, war herzlich eingeladen zu einem Frühschoppen mit Live-Musik am Sonntagvormittag.

Von Ulrich Bleuel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare