+++UPDATE+++ Betriebliche Dienste der Hansestadt rüsten auf

Uelzen: Banger Blick auf Schnee-Prognosen – bis zu 60 Zentimeter „drohen“

Fahrzeuge im Winterdiensteinsatz.
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Die Betrieblichen Dienste der Hansestadt sind mit bis zu 15 Fahrzeugen im Winterdiensteinsatz. Am Wochenende dürfte ihnen besonders viel Arbeit bevorstehen.
  • Lars Becker
    vonLars Becker
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Uelzen – Wenn die Meteorologen tatsächlich recht behalten, dann erwartet den Norden Deutschlands am Wochenende ein noch größeres Schneeaufkommen als zuletzt – mit den entsprechend großen Herausforderungen für die Winterdienste.

(Update vom 5. Februar, 14.45 Uhr): Aktuelle Mitteilung der Hansestadt Uelzen – Laut Prognosen kann es am Wochenende in der Region Uelzen wettertechnisch turbulent werden. Die Betrieblichen Dienste der Hansestadt Uelzen haben deshalb noch einmal aufgerüstet und weitere Fahrzeuge für den Winterdienst umgebaut. Neben den bisher eingesetzten 15 Klein- und Großfahrzeugen kommen ein Traktor und weitere Radlader dazu. „Auf mögliche Herausforderungen bei starkem Schneefall und Glätte sind die Mitarbeiter vorbereitet“, erklärt Andre Schlothane, Leiter der Betrieblichen Dienste. Die Einsätze erfolgen je nach tatsächlicher Wetterlage in der Zeit zwischen 4.30 Uhr morgens bis circa 22 Uhr.

„Wir können aber nicht überall sofort im Einsatz sein“, so Schlothane. Priorität haben bei extremen Wetterlagen Fahrbahnen der Ortsdurchfahrten von Bundes-, Land- und Kreisstraßen, Zufahrten zu wichtigen öffentlichen Einrichtungen und Strecken des öffentlichen Nahverkehrs.

(Erstmeldung): „Es gibt ja immer mehr Wettermeldungen, die auch sehr unterschiedlich sind. Falls wir aber wirklich bis zu 60 Zentimeter Schnee bekommen sollten, dann wäre das eine kleine Katastrophe“, sagt Manuela Kapak-Wendt, Leiterin der für Bundes- und Landesstraßen zuständigen Straßenmeisterei Uelzen in Holdenstedt. Sie hat bereits reagiert: „Ich habe die doppelte Anzahl an Mitarbeitern in Alarmbereitschaft versetzt. Um sonst notwendige Pausen herausnehmen zu können, werden zwei Mannschaften im Einsatz sein, sodass wir fast ununterbrochen in der Lage sind, zu räumen.“

Absolute Priorität hätten die stark befahrenen Bundesstraßen. „Wir müssen dann Nebenstrecken liegen lassen, niemand darf überall freie Strecken erwarten. Ich kann nur an alle appellieren, jede unnötige Fahrt zu vermeiden und zu Hause zu bleiben“, so Kapak-Wendt. Auch in der Kreisstraßenmeisterei in Oldenstadt beobachtet man die Vorhersagen sehr genau.

Unterdessen hat sich die Hansestadt Uelzen aus gegebenem Anlass zu den Regeln in Sachen Winterdienst geäußert. Demnach sind generell Grundstückseigentümer, Anwohner und Mieter (sofern im Mietvertrag geregelt) dazu verpflichtet, Schnee zu räumen oder bei Glätte zu streuen. Das gelte für Geh- und Radwege, die an bebaute und unbebaute Grundstücke grenzten. Sofern kein Weg vorhanden sei, müsse am Seitenraum ein Streifen von mindestens 1,50 Meter Breite geräumt werden. „Wir bitten vor allem auch darauf zu achten, die Straßenabläufe freizuhalten. Setzt Tauwetter ein, ist es wichtig, dass das Wasser ablaufen kann“, so Stadt-Sprecherin Ute Krüger.

Anlieger müssen den Winterdienst werktags bis 7.30 und an Sonn- und Feiertagen bis 8.30 Uhr erledigen. Bei weiteren Schneefällen oder auftretender Glätte gilt die Pflicht, zu räumen und zu streuen, bis 20 Uhr. Sand und Splitt seien erlaubt, Salze und Chemikalien nicht. Streusalz darf ausnahmsweise bei besonderer Gefahr durch Eisregen in Bereichen mit starkem Gefälle oder für Treppen zum Einsatz kommen.

Anliegerpflicht reicht bis auf die Fahrbahn

Die Betrieblichen Dienste arbeiten in drei Schichten mit 15 Klein- und Großfahrzeugen. Geräumt wird auf Fahrbahnen der Ortsdurchfahrten von Bundes-, Land- und Kreisstraßen, bei Zufahrten zu öffentlichen Einrichtungen (Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen) sowie bei Strecken des ÖPNV, auf Fußgängerüberwegen und Brücken. Alle Straßen, auf deren Fahrbahnen der Winterdienst durch die Stadt erfolgt, sind per Satzung in einem Verzeichnis festgelegt. Gehöre eine Straße nicht dazu, umfasse die Anliegerpflicht auch die Fahrbahn.

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