Starkregen: Zugang zu den Gleisen geflutet

Bahnhof Uelzen: Kiosk unter Wasser

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Der Zugang zum Uelzener Bahnhof vom ZOB aus wurde durch den Starkregen geflutet.

Uelzen – Zunächst versuchten sie noch, das Wasser wieder nach draußen zu schieben, um das Schlimmste zu verhindern – letztlich mussten sich die Kioskbetreiber am unteren Bahnhofseingang (am ZOB) in Uelzen aber geschlagen geben.

Es waren zu große Mengen an Wasser, die am Sonnabend bei dem Gewitter mit starken Niederschlägen ins Innere des Zugangs flossen und auch den Kiosk unter Wasser setzten.

„Wir konnten nichts mehr tun“, sagt Veronika Hausen, Frau des Kioskpächters. Das Wasser habe 12 bis 16 Zentimeter hoch im Kiosk gestanden, schildert sie. Der Verkauf wurde eingestellt und die Feuerwehr alarmiert. Weil ein Zugang zu den Gleisen vom ZOB aus auch nur noch mit nassen Füßen möglich gewesen wäre, wurden der Zugang und der Bahnhofstunnel auch zeitweise gesperrt.

Für die Kioskbetreiber war es bereits der zweite Wassereinbruch binnen weniger Wochen. Bereits beim Sommergewitter Mitte Juni hatten sie damit zu kämpfen. Es gibt Schäden: Das Mobiliar der Küche, die zum Kiosk gehört, „ist aufgequollen“, so Veronika Hausen. Sie überlegt nun, gefüllte Sandsäcke bereitzulegen, um für das nächste Gewitter gewappnet zu sein.

Vor dem betroffenen Zugang zum Bahnhof befinden sich Abläufe. Sie waren angesichts der Wassermengen überfordert. Wie die Stadt informiert, soll nun geprüft werden, ob die Rohre von diesen Abläufen zur Kanalisation ausreichend groß sind.

Der Bahnhofszugang war nicht der einzige Einsatzort für Feuerwehrleute. Die Leitstelle zählte knapp 100 Einsätze im Landkreis, etwa 40 davon im Bad Bevenser und rund 30 im Uelzener Bereich. Wie berichtet, standen Keller unter Wasser. Auch die Bahnunterführungen am Bohldamm, an der Bahnhofstraße und an der Ebstorfer Straße in Uelzen waren überflutet.

Dietmar Kahrs, Geschäftsführer Abwasserzweckverband Uelzen, erklärt dazu: Grundsätzlich sei die Regenwasserkanalisation in Uelzen ausreichend dimensioniert, für solche Starkregenereignisse wie Mitte Juni und am Sonnabend seien sie aber nicht ausgelegt. Hinzu komme, dass bei solchen Wetterlagen die Abflüsse durch angeschwemmtes Laub, Äste und Unrat verstopft würden. Das Wasser fließe dann zu den Tiefpunkten. Dazu gehören die Bahnunterführungen. Eine Reinigung der Abflüsse sei erfolgt.

VON NORMAN REUTER

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