2272 Facebook-Nutzer nahmen teil

AZ-Umfrage: 95 Prozent gegen Sonntags-Öffnung

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Einkaufen am Sonntag? Für die Leser unseres Facebook-Auftritts kein Thema: 95 Prozent von ihnen lehnen das glatt ab.

Uelzen/Landkreis – Ein Thema, das die Online-Gemeinde in Stadt und Kreis Uelzen offenbar erheblich bewegt: „Gönnt den Menschen doch eine Pause!“ „Mir tun die Leute leid. “ Eine Ruhepause sei den Mitarbeitern gegönnt."

So lauten nur einige der vielen Kommentare auf unserer Facebook-Seite.

Denn die AZ hatte am Wochenende zur großen aktuellen Umfrage aufgerufen: „Um die Versorgung der Bürger während der Corona-Krise sicherzustellen, erlaubt das Land Niedersachsen ab diesem Wochenende Sonntagsöffnungen für viele Geschäfte. Nutzt ihr das, oder meidet ihr dann die Einkaufstour, weil die Verkäufer euch leidtun und auch eine Pause brauchen?“

Am gestrigen Montagmorgen endete die Abstimmung – mit einem bemerkenswerten Ergebnis. Bis fast bis zur letzten Minute gingen die Stimmen ein. 2272 Facebook-Nutzer ließen sich nicht zweimal bitten und gaben ihr Votum ab. Von Anfang an hatte es eine klare Richtung gegeben, in die das Pendel ausschlug: Das Ergebnis hätte eindeutiger kaum ausfallen können. 95 Prozent der Teilnehmer erklärten deutlich: „Nein, die Leute tun mir leid. Ich kaufe nicht sonntags ein.“ Lediglich fünf Prozent bekannten: „Klar kaufe ich dann ein!“ 118 Mal wurde die Abstimmung mit Kommentaren versehen. So warnte ein User eindringlich vor einem völlig falschen Signal: So ein Sonntagseinkauf werde schnell zum Sonntagsausflug für die ganze Familie. Eine andere Userin betonte hingegen, dass Einkaufen am Sonntag in anderen Ländern eine vollkommen normale Sache sei. Bei Pflegern schreie auch niemand, dass ihnen mal eine Pause gegönnt werden müsse.

Interessanter Aspekt einer weiteren Kommentatorin: Man solle auch an die Lastwagenfahrer denken, die müssten ja die ganzen Waren vorher erst einmal zu den Geschäften bringen.

Auch folgender Kommentar hat das Zeug zur weiteren Diskussion: Wenn schon Einkaufen am Sonntag, dann in diesen Zeiten bitteschön für Menschen „Ü60“, die dann ihre Grundversorgung sicherstellen könnten, meinte ein weiterer Besucher des AZ-Facebook-Auftritts.

VON MICHAEL MICHALZIK

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