Rund 3,7 Millionen Euro für Landwirtschaftsprojekt der Stadtwerke Uelzen

(UPDATE 16.45) AZ-Blitz: Ukraine-Geschäft ist verkauft

(UPDATE 16.45) UELZEN/SCHWÄBISCH HALL - Das Landwirtschaftsgeschäft der Stadtwerke Uelzen und der Stadtwerke Schwäbisch Hall in der Ukraine ist für rund 3,7 Millionen Euro verkauft worden.

Die Sustainable Bio Energy Holding GmbH (SBE) hat mit einem ukrainischen Landwirtschaftsunternehmen einen Vertrag abgeschlossen, in dem die einzelnen Schritte zum Verkauf der vier Tochtergesellschaften des Landwirtschaftsgeschäfts vereinbart sind.

Dazu gehören die Übernahme tausender Landpachtverträge sowie der vorhandenen Maschinen und der Kosten für die Aussaat 2014, die die SBE bereits vorfinanziert hatte.

Der Beschluss zum Kaufvertrag müsse noch in der Gesellschafterversammlung am 9. Mai notariell beurkundet werden, berichtet SBE-Geschäftsführer Johannes van Bergen. Er geht davon aus, dass der Erlös komplett den Stadtwerken Schwäbisch Hall zufließt, da diese mit 75 Prozent Anteilen Mehrheitsgesellschafter sind. Schwäbisch Hall hatte noch in die Ernte investiert, als der Stadtrat für die Stadtwerke Uelzen als Minderheitsgesellschafter bereits beschlossen hatte, keine weiteren Gelder in das Geschäft zu investieren.

Uelzens Stadtwerke-Chef Markus Schümann will sich zum Verkauf noch nicht öffentlich äußern. „Der finale und unterschriebene Kaufvertrag liegt uns allerdings bis zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht vor“, erklärt er.

Der ukrainische Käufer der SBE hatte bereits die Bewirtschaftung der Felder der Holding übernommen. Im Rahmenanteilskaufvertrag sei vorgesehen, dass die Übertragung der Gesellschaften in mehreren Schritten verläuft. Der erste Anteil der Summe werde in der nächsten Woche gezahlt, erklärt van Bergen, den letzten Anteil erwartet er im September.

„Die abschließenden Verhandlungen, die sich mehrere Monate hingezogen haben, konnten in der komplizierten politischen Lage in der Ukraine nur unter sehr schwierigen Bedingungen erfolgreich zu Ende geführt werden“, teilt er mit. Van Bergen war zur Vertragsunterzeichnung nicht selbst nach Kiew gereist, sondern hatte eine Apostille erwirkt und mit dieser Beglaubigungsform einen Anwalt in der Ukraine bevollmächtigt.

Der Aufsichtsrat habe zuvor der Vertragsunterzeichnung mit einfacher Mehrheit zugestimmt. Schümann will sich zum Verkauf noch nicht öffentlich äußern. „Der finale und unterschriebene Kaufvertrag liegt uns allerdings bis zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht vor“, erklärt er. Eine gemeinsame Presseerklärung mit van Bergen lehnte er daher ab. - dib

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Verkauf verzögert sich

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