Landgericht Lüneburg verurteilt drei Litauer zu Haftstrafen von zweieinhalb bis drei Jahren / Sechs Pkw-Aufbrüche in Norddeutschland

Auto in Uelzen geknackt: Täter müssen ins Gefängnis

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Sie knackten insgesamt sechs Autos in Uelzen, Lüneburg, Braunschweig und Göttingen. Jetzt sind drei 21 bis 24 Jahre alte Litauer zu Haftstrafen verurteilt worden.

Uelzen/Lüneburg. Ihr Beutezug führte vier Autoknacker aus Litauen Anfang Februar dieses Jahres von Lüneburg über Uelzen nach Braunschweig und Göttingen. Dabei hatten es die 21- bis 24-jährigen Männer auf Mittelklasse-Fahrzeuge abgesehen.

So brachen sie in der Nacht zum 8. Februar im Uelzener Stadtgebiet einen Audi A 4, Baujahr 2008, im Wert von rund 20 000 Euro auf. Gestern wurden drei der Männer vor der 2. Großen Strafkammer des Lüneburger Landgerichts wegen versuchten besonders schweren Diebstahls zu Freiheitsstrafen verurteilt. Einer der Täter muss für drei Jahre in Haft, die beiden anderen jeweils zweieinhalb Jahre. Der vierte mutmaßliche Komplize ist noch auf der Flucht.

In der Nacht vor der Tat am 8. Februar waren die Litauer einer Polizeistreife aufgefallen, weil die drei Männer in ihrem zwischen Uelzen und Lüneburg abgestellten Fahrzeug schliefen. Doch da bis dahin nichts gegen das Trio vorlag, mussten die Beamten die Männer ihres Weges ziehen lassen. Für jeden in Deutschland gestohlenen Wagen, den sie über die Grenze nach Litauen bringen, sollten sie von ihrem Auftraggeber bis zu 500 Euro erhalten, heißt es in den zum Teil geständigen Aussagen.

Die Männer gaben zu, dabei gewesen zu sein, wollten dem Gericht aber nicht verraten, wer von ihnen die Autos aufgebrochen hatte. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen sechs Autoaufbrüche vor. Diese konnten der Bande durch die Zusammenarbeit der Polizei in Braunschweig, Lüneburg, Uelzen und Göttingen nachgewiesen werden. „Achte darauf, beim Aufmachen das Auto nicht zu beschädigen“, stand in einer SMS der beschlagnahmten Handys. Fraglich ist nur, welcher der Diebe diese SMS erhalten hat.

„Das Gericht honoriert umfassende Geständnisse durchaus mit Strafmilderungen“ versuchte Matthias Steuernagel, Vorsitzender der 2. Großen Strafkammer am Landgericht Lüneburg, den Angeklagten weitere Informationen zu entlocken. Dem kamen die Täter schließlich nach, sonst hätten ihnen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren wegen gewerbsmäßigen Bandendiebstahls gedroht.

Von Angelika Jansen

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