Das Auto und das Reh

Über ein Drittel aller Verkehrsunfälle im Landkreis Uelzen wird durch Wild verursacht

Die Zahl der Wildunfälle hat im Landkreis noch einmal stark zugenommen.
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Die Zahl der Wildunfälle hat im Landkreis noch einmal stark zugenommen.

Uelzen/Landkreis – Die Zahl der Wildunfälle im Landkreis Uelzen ist im vergangenen Jahr massiv angestiegen. Insgesamt gab es 1046 dieser Unfälle – eine Steigerung von rund 16 Prozent.

Bei der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist jeder dritte inzwischen ein Wildunfall – nur Unfallflucht ist häufiger. Positiv ist aber, dass es bei Wildunfällen nur selten zu Verletzungen kommt. Lediglich fünf leichte Verletzte hat es im Landkreis gegeben. Die massive Zunahme der Wildunfälle trage im wesentlichen auch zum neuen Höchststand bei den Verkehrsunfällen bei, sagt Andreas Dobslaw, der Verkehrsexperte der Polizei.

Ein gleiches Bild zeichnet sich zudem auf Ebene der Polizeidirektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen ab. Insgesamt gab es dort 2850 Wildunfälle mit insgesamt drei Schwerverletzten und 24 Leichtverletzten.

Eine einfache Erklärung für die Steigerungen hat auch Dobslaw nicht. „Viele Faktoren spielen eine Rolle.“ So sei der Landkreis sehr wildreich. Des Weiteren spiele auch das Verkehrsverhalten der Fahrer eine Rolle. Sprich die Geschwindigkeit, mit der sie vor allem in der Nacht auf den Straßen im Landkreis unterwegs sind.

Um die Zahl der Wildunfälle zu senken, sollten die Autofahrer daher unbedingt ihre Geschwindigkeit an die örtlichen Verhältnisse anpassen, erklärt Dobslaw. Damit Rehe überhaupt ein Fahrzeug erkennen können, dürfe man nicht mehr als 80 Stundenkilometer in der Dunkelheit und der Dämmerung fahren. Wer schneller fahre, riskiere einen Wildunfall. Wichtig sei es auch, die Warnschilder ernst zu nehmen. Diese stünden nicht ohne Grund an unfallträchtigen Stellen und sollten unbedingt beachtet werden. Wenn auch viele Wildunfälle glimpflich ausgehen, gebe es eben auch Ausnahmen.

VON LARS LOHMANN

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