Förderung soll Ausgleich bringen

Ausschuss stellt 600.000 Euro bereit: Weitere Mittel für Uelzens Theater

Der Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft hat jetzt noch einmal 600 000 Euro an überplanmäßigen Mitteln zur Theater-Sanierung bereitgestellt.
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Der Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft hat jetzt noch einmal 600 000 Euro an überplanmäßigen Mitteln zur Theater-Sanierung bereitgestellt.
  • Daniel Bieling
    vonDaniel Bieling
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Uelzen – Wird die Sanierung des Uelzener Theaters an der Ilmenau teurer oder nicht? Diese Frage war am Dienstag Gegenstand der Beratungen im Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft der Hansestadt.

„Wir bleiben bei den Eigenmitteln von sechs Millionen Euro“, betonte Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull.

Dennoch beschloss der Ausschuss die Bereitstellung von überplanmäßigen Mitteln in Höhe von 600 000 Euro. Der Grund: Um sich für die Förderung in selber Höhe zu qualifizieren, sind weiterführende Maßnahmen nötig, die bisher nicht geplant waren (die AZ berichtete). Die Stadt muss so finanzielle Mittel bereitstellen, um diese Leistungen ausschreiben zu können. Die Gelder werden nachträglich durch die Förderung wieder ausgeglichen.

Konkret geht es dabei um energetische Aspekte: die Photovoltaikanlage, die in der Außenfassade eingebaut werden soll, und stärkere Dämmung. Darüber hinaus wurden im Zuge bisheriger Untersuchungen Mängel entdeckt. So muss unter anderem die Decke im Foyer wegen mit Putz überzogener Stahlträger brandschutztechnisch erneuert werden. Und beim Rückbau von Decken und Verkleidungen sind wegen Schadstoffen besondere Schutzmaßnahmen erforderlich. Diese Arbeiten werden auch von den zusätzlichen 600 000 Euro abgedeckt.

Weitere 200 000 Euro werden zudem benötigt, um eigentlich erst später geplante Arbeiten im Zuge der aktuellen Bauarbeiten durchzuführen, etwa die Sanierung des Theaterkellers. Hier soll das Geld aus bereits geplanten Mitteln zur Sonderunterhaltung vorgezogen werden.

Ohne die zusätzlichen Mittel sei die Sanierung in der Form nicht möglich, betonte Scheele-Krogull. Daher sei dies die einzige Lösung – zumal durch die Sanierung mehr als 30 000 Euro jährlich an Energiekosten eingespart werden könnten.

Und so freute sich auch Aussschussvorsitzender Karl-Heinz Günther, dass die Mittel einstimmig beschlossen wurden: „Es ist unsere Aufgabe und Pflicht, diese Spielstätte am Leben zu erhalten, zu unterstützen und im Zeitalter der Energiewende und des Klimawandels energetisch bestmöglich zu sanieren und für die Zukunft gut aufzustellen.“

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