Andreas Matuschak erfüllt Auftrag für den Uelzener Weihnachtsmarkt auch noch im nächsten Jahr

Ausrichter bleibt bis 2015 zuständig

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Der Uelzener Weihnachtsmarkt ist umstritten: Auf der Ratssitzung am Montagabend regte eine Einwohnerin an, eine neue Lösung auszuarbeiten. Das derzeitige Konzept wurde 2012 erarbeitet, als St. Marien und das Alte Rathaus noch mit Gerüsten umstellt waren.

Uelzen. Die Zukunft des Uelzener Weihnachtsmarktes beschäftigt nicht nur die Betreiber der Stände rund um die St. -Marien-Kirche und an der Veerßer Straße. Auch die Bürger fordern Antworten auf die Frage, „wie es mit unserem Weihnachtsmarkt weitergehen wird“.

So erklärte eine Besucherin der Stadtratssitzung am Montagabend in der Einwohnerfragestunde, ihr sei zugetragen worden, dass viele Uelzener unzufrieden seien.

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Ob es nicht die Möglichkeit gibt, eine neue Lösung auszuarbeiten und den Weihnachtsmarkt auf einen Standort zu konzentrieren, wollte sie von Bürgermeister Jürgen Markwardt wissen. Und wie lange der Vertrag von Andreas Matuschak, der von der Stadt Uelzen mit der Ausrichtung des Weihnachtsmarktes beauftragt ist, noch läuft, interessierte sie ebenfalls. „Sie haben uns allen versprochen, die Stadt vorwärts zu bringen“, schob sie in Richtung Markwardt hinterher.

Matuschak ist bis Ende Dezember nächsten Jahres noch mit der Ausrichtung beauftragt, berichtete Markwardt daraufhin. Er erhält für die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes keine Zahlung seitens der Stadt Uelzen, informiert Stadtsprecherin Ute Krüger auf AZ-Nachfrage. „Er arbeitet auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko.“ Die Rechnungen stelle er an Schausteller und Händler.

Die Stadt zahlt für den Weihnachtsmarkt 2014 rund 1500 Euro an die Kirchengemeinde St. Marien zur Nutzung des Kirchplatzes und an die Betrieblichen Dienste, derselbe Betrag ist auch für 2015 geplant. Der aktuelle Weihnachtsmarkt sei noch nach einem Konzept angelegt, das von den Beteiligten des Weihnachtszaubers im Jahr 2012 beschlossen und in diesem Jahr fortgesetzt wurde. Es hatte damals die Baustellen Uelzener Hof, Altes Rathaus und St. Marien berücksichtigt.

Ob der Vertrag mit Matuschak nach 2015 verlängert wird, hat die Politik zu entscheiden, erläuterte Markwardt auf der Ratssitzung. Würde die Aufgabe der Ausrichtung wieder von der Stadt übernommen, würde dafür mehr Personal benötigt, machte er deutlich.

Zudem müsse bei der Diskussion um den Weihnachtsmarkt die räumliche Situation berücksichtigt werden. Alle Stände an einen Standort zu bringen, zum Beispiel an der Veerßer Straße als Verbindung zwischen dem Adventskalender am Alten Rathaus und der Eisbahn auf dem Herzogenplatz, sei nicht mit dem Wochenmarkt zu vereinbaren, sagte der Bürgermeister. „Das geht in aller Regel nicht, außer wir haben ein neues Wochenmarktkonzept.“ Daher sei ein „Abwägen aller Interessen“ nötig. In anderen, von der Größenordnung her vergleichbaren, Städten hingegen gebe es lediglich einen dreitägigen statt mehrwöchigen Weihnachtsmarkt. Die Stadt will „alsbald Anfang nächsten Jahres“ zu einem Erfahrungsaustausch einladen. Dort sollen Kritik und neue Ideen aufgenommen werden, und schließlich soll das Thema in den politischen Gremien beraten werden.

Von Diane Baatani

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