Aufschwung im Handwerk

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Die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade erwartet für 2011 eine Fortsetzung der guten wirtschaftlichen Entwicklung in fast allen Branchen, zum Beispiel bei den Zimmereibetrieben.

Uelzen/Lüneburg. Die konjunkturelle Lage im Handwerkskammerbezirk Braunschweig-Lüneburg-Stade, zu dem auch der Landkreis Uelzen gehört, ist so gut wie lange nicht mehr. Nach Aussage der Kammerpräsidenten Hans-Georg Sander und Rolf Schneider hat der wirtschaftliche Aufschwung im Handwerk mittlerweile alle Branchen erfasst. Für 2011 rechnen die beiden mit einer Fortsetzung der guten Entwicklung. Die Umsätze dürften um bis zu zwei Prozent steigen.

Die Präsidenten zeichnen ein positives Bild von der aktuellen wirtschaftlichen Lage im Handwerk der Region. Die Werte bei Auftragseingang, Betriebsauslastung, Beschäftigung und bei den Investitionen gingen spürbar nach oben. Für 2010 gehen sie von einem Umsatzplus von mindestens 0,5 Prozent aus. Zu Jahresbeginn war noch mit einem Minus von einem Prozent gerechnet worden.

Für 2011 erwarten Sander und Schneider, dass die Unternehmen erstmals seit vier Jahren wieder zusätzliche Mitarbeiter einstellen und dass in einigen Bereichen die Löhne steigen werden. Vor dem Hintergrund des stabilen Aufwärtstrends bei der Binnennachfrage steige die Auslastung in vielen Betrieben wieder. „Wachstum ist aber nur mit mehr Mitarbeitern zu erreichen“, sagten sie. Gesucht seien vor allem qualifizierte Kräfte, die aber nicht mehr so leicht auf dem Arbeitsmarkt zu finden seien.

Viele Unternehmen würden im kommenden Jahr vom Trend zur Geldanlage in die eigenen vier Wände und von Aufträgen zur energetischen Gebäudesanierung profitieren. Gleichzeitig müsse aber im Bauhauptgewerbe nach dem Auslaufen der Konjunkturpakete mit einem Rückgang im öffentlichen Bau gerechnet werden. Die handwerklichen Zulieferbetriebe würden vom anziehenden Export begünstigt. Das Kraftfahrzeug-Gewerbe rechnet nach einer langen Durststrecke wieder mit anziehenden Neuwagenverkäufen im nächsten Jahr. Die rückläufige Arbeitslosenquote und die wieder zunehmende Erwerbstätigkeit verbesserten außerdem die Perspektiven der konsumnahen Dienstleistungshandwerke.

Die Präsidenten appellieren an die Bundesregierung, den Aufwärtstrend im Handwerk zu unterstützen, indem mit der zugesagten Entlastung der Unternehmen begonnen und den Bürgern „mehr Netto vom Brutto“ gelassen werde. „Wir müssen alles unternehmen, was Wachstum fördert“, sagten Sander und Schneider.

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