Krankenhaus reagiert auf Corona-Lage

Helios Klinikum Uelzen: Aufnahmestopp verlängert

Helios Klinikum in Uelzen
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Die Corona-Fälle in Heimen und im Helios Klinikum in Uelzen beschäftigen die Uelzener.

pm Uelzen – Die Leitung des Helios Klinikums Uelzen hat heute den Aufnahmestopp über den 5. Februar 2021 hinaus verlängert.

„Die Situation ist weiterhin extrem angespannt. Durch das konstant hohe Aufkommen an Covid-Patienten in unserem Haus sind wir aktuell nicht mehr in der Lage, nicht lebensbedrohlich erkrankte Patientinnen und Patienten aufzunehmen“, so die neue Geschäftsführerin Yvonne Bartels.

Vom Aufnahmestopp ausgenommen bleiben die Geburtshilfe, die Versorgung pädiatrischer Notfälle, die Schockraumversorgung von lebensbedrohlich Erkrankten oder Verletzten sowie die Behandlung von Patienten mit Schlaganfall und Herzinfarkt. Die Notfallversorgung in der Kinder- und Jugendmedizin wird ebenfalls auch weiterhin gewährleistet.

Yvonne Bartels: „Wir bewerten die Lage täglich neu und stehen sowohl mit dem Landrat als auch mit der Rettungsleitstelle in engem Kontakt. Sobald es unsere Kapazitäten erlauben, werden wir schrittweise zum Regelbetrieb zurückkehren.“ Die jetzt verlängerte Maßnahme sei erforderlich, um die Notfallversorgung für den Landkreis Uelzen weiterhin zu gewährleisten und um die Mitarbeiter zu entlasten.

Seit dem 27. Januar werden täglich die Mitarbeiter vor Dienstbeginn durch PCR-Test auf das Corona-Vvirus getestet. Außerdem war im Wege einer Allgemeinverfügung durch den Landkreis und den Zweckverband Gesundheitsamt Uelzen-Lüchow-Dannenberg angeordnet worden, dass bei allen Arbeiten am Patienten Schutzbekleidung mit FFP2-Masken und Visier oder Schutzbrille sowie Einweg-Schutzkittel zu tragen ist. Alle Patienten, die stationär behandelt und bis zum 13. Februar entlassen werden, haben sich für zehn Tage in häusliche Quarantäne zu begeben.

Laut Ärztlichem Direktor Dr. Uli-Rüdiger Jahn werden Patienten, die länger als sechs Tage bleiben, zusätzlich zu Eingangs- und Entlass-Screening auch am sechsten Tag auf Covid-19 getestet. 97 Mitarbeiter haben jetzt ihre zweite Schutzimpfung erhalten. Weitere 102 Erstimpfungen seien anberaumt, so Yvonne Bartels, die das Ruder im Klinikum zum 1. Februar übernommen hat.

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