Reisebüros erreichen gestern Anfragen von verunsicherten Kunden / Keine Stornierungen

Aufgewühlt, aber weiter flugwillig

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Bei Katja Reindl vom „Reiseteam Uelzen“ liefen gestern Anfragen zu Airlines und Flugzeugtypen auf. Reisebüro-Kunden zeigten sich nach dem Unglück vom Dienstag verunsichert.

Uelzen/Bad Bevensen. Es war in den Reisebüros im Landkreis gestern eine der ersten Reaktionen auf die Nachricht, dass eine Maschine der Airline Germanwings an einem Berg in den französischen Alpen zerschellte.

Mitarbeiter riefen Reisedaten auf, um herauszufinden, ob sich einer der Kunden womöglich unter den 144 Passagieren des abgestürzten Airbus 320 befindet. Katja Reindl, Mitinhaberin des Reisebüros „Reiseteam Uelzen“: „Ich hatte frei und habe noch extra im Büro angerufen, ob schon nachgeschaut wurde. “ Auch Silja Eichmann-Bartels, Inhaberin des First-Reisebüros in Uelzen, wird tätig, durchforstet die digitalen Unterlagen. Beide stellen fest: Keine verunglückten Kunden.

Wie es bei diesem Thema im Nachbarkreis Gifhorn aussieht, lesen Sie hier.

Der Absturz beschäftigte sie aber dennoch weiter, nicht nur, weil, wie die Inhaberinnen sagen, sie persönlich tief betroffen sind von der menschlichen Tragödie: Kunden melden sich in den Reisebüros, weil sie mehr erfahren wollen, wie sicher Flugzeugtypen und Airlines sind, berichtet beispielsweise Katja Reindl. „Was sagt man? Das Fliegen ist statistisch noch die sicherste Fortbewegungsart“, so Reindl.

Bei Eichmann-Bartels melden sich Kunden, die nach den Bildern verunsichert waren, ob sie noch fliegen sollten. „Bei Flugangst greift nicht die Reiserücktrittsversicherung“, erklärt Eichmann-Bartels. Wenn Reisende einen entsprechenden Tarif für ihren Flug wählen würden, könnten Umbuchungen vorgenommen werden. Dass aber nun Reisen storniert wurden, diesen Fall habe sie nicht gehabt. [...]

Von Sophie Borm und Norman Reuter

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