Populationen von Eichenfraßgesellschaft zusammengebrochen / Entlastung für Baumbestände

Kreis Uelzen: Aufatmen beim Schädlingsbefall

+
Die Härchen der Eichenprozessionsspinner können Allergien auslösen.

Uelzen/Landkreis. Über Jahre haben sie sich die „Bäuche“ vollgeschlagen und den Mitarbeitern des Forstamtes Uelzen die Sorgenfalten auf die Stirn getrieben: Eichenwickler, Froschspanner, Schwammspinner oder Eichenprozessionsspinner.

Die Raupen zählen zur so genannten Eichenfraßgesellschaft, die die Bäume schwächt, indem sie die Blätter vertilgt. Nach Jahren, in denen im Landkreis Uelzen immer wieder Kahlfraß-Situationen bei Bäumen festgestellt wurden, entspannte sich in den vergangenen 12 Monate die Lage wieder, erklärt Uelzens Forstamtsleiter Armin Menge im AZ-Gespräch. Die Forst sei auch zuversichtlich für das nun begonnene Jahr, was den Schädlingsbefall betreffe.

„Es gab bei der Eichenfraßgesellschaft eine Massenvermehrung, im vergangenen Jahr sind die Populationen zusammengebrochen“, schildert Armin Menge. Grund dafür sei, dass bei enormem Aufkommen von Raupen die Nahrung für sie knapp werde. Begünstigend hinzugekommen sei, dass es von 2013 auf 2014 einen sehr milden Winter gegeben habe. „Feuchte, milde Monate führen dazu, dass Raupen parasitiert werden“, so der Forstamtsleiter. Die Tiere würden von Pilzen befallen und verendeten. Winter mit Frostperioden seien von den Tieren eher zu verkraften.

Nach dem Zusammenbrechen der Populationen haben sie sich zunächst wieder zu erholen. So wird für 2015 ein Schädlingsbefall wie im Vorjahr erarbeitet. „Beim Eichenprozessionsspinner müssen wir schauen, wie sich das Frühjahr entwickelt. Wird es warm, kann dies die Verbreitung begünstigen“, erklärt Menge.

Die Härchen der Tiere können beim Menschen Allergien auslösen. Aus diesem Grund setzen Kommunen, Landkreis und auch die Forst auf eine Bekämpfung der Tiere. Sie werden entweder vom Boden aus oder mit Hubschraubern von der Luft aus mit einem Biozid besprüht.

Von Norman Reuter

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare