Schnellenmarkt: Austausch über Zukunftskonzepte / Kein eindeutiger Favorit

„Auf einem gutem Weg“

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Links die Warnung, rechts der Beleg: „Der Schnellenmarkt verdreckt und verkommt“, ist auf dem Schild zu lesen.

kt Uelzen. Über das neue Gesicht des Schnellenmarktviertels berieten gestern Stadt und Bürger Uelzens im DRK-Mehrgenerationenzentrum an der Ripdorfer Straße. Rund 55 Interessierte nahmen an der Präsentation der neuesten Ideen und Entwicklungen teil.

Anlass für die Initiative sind unter anderem Leerstände und Verfall von Immobilien. In die Überlegungen fließen Bürger-Umfragen, Expertenmeinungen und die Ergebnisse einer Ideenwerkstatt ein.

In enger Zusammenarbeit mit Anliegern, Eigentümern, Händlern und Bürgern möchte man die Attraktivität des Schnellenmarktes und der umliegenden Straßen steigern. Auch die Firma CIMA aus Lübeck wurde hinzugezogen, um bei der Entwicklung des Konzepts zu helfen. Sie führte unter anderem die Befragung von Passanten, Anwohnern, Gewerbetreibenden sowie Immobilienbesitzern durch und wertete diese aus. Wie genau der Bereich jedoch in Zukunft aussehen soll, darüber ist man sich noch nicht einig. In einer Ideenwerkstatt wurden drei Konzepte als Grundlage der weiteren Überlegungen vorgestellt: Das Quartier könnte für ein Einkaufserlebnis ausgerichtet, als neues Wohngebiet gestaltet oder in eine Mischung aus Gastronomie- und Kulturviertel verwandelt werden. Diese Aufteilung sei allerdings nur eine grundsätzliche Orientierung, auch Mischformen seien denkbar: „Vielleicht ergibt sich aus der konstruktiven Arbeit auch noch ein weiteres denkbares Profil“, kann sich der zuständige Fachbereichsleiter der Stadt, Michael Kopske, vorstellen. Doch auch nach dem gestrigen Treffen bleibt das Ergebnis weiter offen: In einer Umfrage unter den Anwesenden sprachen sich 36 Prozent für die Einkaufsmöglichkeiten aus, 35 Prozent befürworteten das Wohnkonzept und 29 Prozent stimmten für die Lösung mit Gastronomie und Kultur. Ein klarer Favorit zeichnet sich also nicht ab.

Immerhin gab ein anderes Meinungsbild Grund zur Zuversicht, dass das Projekt demnächst angegangen werden kann: Alle Beteiligten seien sich in dem Punkt einig, dass am Schnellenmarkt etwas unternommen werden müsse. Und die Bereitschaft sich kreativ, finanziell oder aktiv einzubringen, sei auch vorhanden: „Wir sind auf einem guten Weg“, beurteilt daher Petra Wahlerf von der Firma CIMA das gestrige Treffen. Auch bei einer Umfrage der AZ vor Ort zeigte sich, dass die Uelzener eine Umgestaltung des Schnellenmarktviertels herbeisehnen. Seite 3.

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