Verstärkung für Ehrenamt

Auch Hauptamtliche nachts am Bahnhof im Einsatz für Flüchtlinge

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Karl-Heinz und Manuel Hedder (Mitte) installieren Geräte. Elke Holtheuer, Bahnhofsmission, freut sich über jede Hilfe.

Uelzen. Auch hauptamtliche Kräfte werden in den kalten Monaten die Flüchtlinge betreuen, die nachts am Bahnhof Uelzen ankommen. Die Ehrenamtlichen, die dort bereits helfen, können jetzt unterstützt werden.

Vertreter von DB, Metronom, Diakonieverband, Bundespolizei, Bahnhofsmission und Stadt Uelzen haben diese Lösung gemeinsam erarbeitet. Finanziell unterstützt wird dieser Einsatz von Diakonieverband, ev. -luth. Kirchenkreis und Metronom.

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„Die freiwilligen Helfer, die sich bereits um die Flüchtlinge am Bahnhof kümmern, werden damit entlastet“, sagt Stadtsprecherin Ute Krüger. Mit der von der Stadt koordinierten Lösung soll sichergestellt werden, dass niemand nachts in der Kälte an den Gleisen stehen muss.

Räume für die Flüchtlinge stehen im ersten Stock der Bahnhofsmission bereit. Umgesetzt haben die Beteiligten bereits das Vorhaben, Schlafmöglichkeiten mit Decken bereitzustellen. Die Schlafplätze wurden von Metronom finanziert. Eine Waschmaschine und einen Trockner hat die Firma Elektro-Hedder aus Uelzen zur Verfügung gestellt.

Da viele der Flüchtlinge vorher nicht wissen, dass sie einen entsprechenden Aufenthalt haben, informiert die DB über das Schalterpersonal jetzt noch intensiver, dass es zu Nachtzeiten keine Anschlusszüge gibt.

Täglich kommen Flüchtlinge in den späten Abendstunden am Hundertwasserbahnhof an und bekommen keinen Anschlusszug. Im Durchschnitt sind dies fünf bis zehn Flüchtlinge, manchmal auch mehr. Es sind ganz überwiegend Menschen, die sich nicht in Erstaufnahmestellen registrieren lassen und sich damit nicht auf ein geordnetes Asylverfahren einlassen möchten.

„Wir sind sehr dankbar für die Hilfe der Freiwilligen Helfer und wir brauchen sie weiterhin – auch neben den hauptamtlichen Kräften“, sagt Krüger. Wer ebenfalls mithelfen möchte, kann sich bei der Bahnhofsmission in Uelzen, Rufnummer (0581)  97 35 88 53, informieren.

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